Goldpreis und Dollar wieder im Takt: Gold mit deutlichem Steigerungspotenzial

Vorbereitung zur Absprengung von Golderz in der LaRonde-Mine von Agnico-Eagle Mines in Quebec, Kanada

Vorbereitung zur Absprengung von Golderz in der LaRonde-Mine von Agnico-Eagle Mines in Quebec, Kanada

Um mehr als 20 Dollar brach der Goldpreis in den letzten Tagen ein. Grund war vor allem die Stärke des US-Dollars. Das zeigt: Der Markt ist immer noch nervös und Anleger nehmen ihre Gewinne schnell mit, sobald es Anzeichen für eine Abwärtsentwicklung gibt. Doch das sollte nur ein relativ kurzfristiges Phänomen sein.

Bisher hatte sich der Goldpreis in einer traditionell schwachen Jahreszeit ziemlich gut gehalten, doch gestern begann ein Absturz – um rund 20 Dollar ging es nach unten –, der sich auch heute, wenn auch abgemildert, fortsetzt. Auch der größte Gold-ETF der Welt musste Abflüsse von rund 3 Tonnen des gelben Metalls bekannt geben, obwohl das im Verhältnis zu den verbleibenden rund 1.083 Tonnen eigentlich kaum ins Gewicht fällt.

Insgesamt sind die Goldbestände der ETFs (Exchange Traded Funds) im Juli um 26 Tonnen zurück gegangen, was darauf hinzuweisen scheint, dass zumindest einige Anleger nun zuversichtlicher sind, dass dass sich die globalen Märkte weiter erholen werden – und damit Gold als „sicherer Hafen“ für Kapital eine geringere Rolle spielen wird.

Aber das erscheint uns derzeit weniger wichtig – denn der Goldpreis scheint sich wieder hauptsächlich gegensätzlich zur Entwicklung des Dollars zu bewegen. Was 2009 für eine Weile nicht der Fall war. Im Allgemeinen – in fünf der vergangenen sieben Jahre – haben sich Goldpreis und US-Dollar in entgegen gesetzte Richtungen bewegt. Gestern nun legte der Greenback zu und Gold brach ein, auch wenn sich viele Marktbeobachter einig sind, dass ein Höhenflug des Dollar nicht von Dauer sein wird. Dennoch können Gewinnmitnahmen bei nur kurzen Anzeichen von Schwäche insbesondere in den traditionell handelsärmeren Sommermonaten eine großen Einfluss auf den Spotpreis haben.

Doch angesichts des gigantischen US-Haushaltsdefizits und der weltweiten Bemühungen um Dollardiversifizierung gehen Experten davon aus, dass der Dollar über kurz oder lang wieder deutlich schwächer notieren wird – und der Goldpreis damit über erhebliches Aufwärtspotenzial verfügt.

Was Kommentatoren und Beobachter auch sagen mögen, es sieht so aus, als wäre Gold in seine alte Beziehung zum US-Dollar zurück gekehrt und werde nun wieder klar auf die Bewegungen der amerikanischen Währung reagieren. Gute Aussichten also für alle Goldbullen, denn die Mehrheit der Analysten und anderen Währungsexperten geht davon aus, dass der Dollar noch eine enorme Talfahrt vor sich hat. Vor allem, wie gesagt, auf Grund der enormen Verschuldung der USA, aber auch weil es bisher nur begrenzt Anzeichen für eine wirkliche Erholung der US-Wirtschaft gibt.

Wenn diese tatsächlich noch länger auf sich warten lässt und/oder die Aktienmärkte noch einmal deutlich nachgeben, dann könnte das Bedürfnis nach einem sicheren Hafen wieder sprunghaft ansteigen – und damit auch der Goldpreis. Bis es soweit ist, sollten sich Anleger auf kurzfristige Schwäche vorbereiten. Darauf deutet zum Beispiel auch das hohe Volumen an Short-Position an der Terminbörse COMEX hin. Insgesamt aber scheint uns der Goldpreis nicht so sehr von fundamentalen Angebots- und Nachfragedaten abzuhängen, sondern vom US-Dollar.

Einen anderen, interessanten Artikel zum Zusammenhang zwischen US-Dollar bzw. Geldmenge und Goldpreis haben wir Ihnen zur Information im englischen Original im Folgenden beigefügt.

eResearch – Analyst Article

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