Unrühmliches Ende einer Übernahme: Forsys verliert die Geduld

Unter der Oberfläche dieser wunderschönen namibischen Landschaft - hier die Ugab-Terassen - verbergen sich erhebliche Uran-Vorkommen, Foto: felixw, photocase.de

Unter der Oberfläche dieser wunderschönen namibischen Landschaft - hier die Ugab-Terassen - verbergen sich erhebliche Uran-Vorkommen, Foto: felixw, photocase.de

Vielen Anlegern mag schon Übles geschwant haben, als gestern Abend der Kurs des Uran-Juniors Forsys Metals vom Handel ausgesetzt wurde. Die Befürchtungen haben sich bestätigt: Forsys kündigte die Übernahme mit GFI auf. Das belgische Unternehmen hatte erneut eine Zahlungsfrist verstreichen lassen.

Nun hat der kanadische Uran-Junior Forsys Metals (WKN A0ETPA) endgültig die Geduld verloren. Gestern Abend gab das Unternehmen bekannt, dass man die Übernahmevereinbarung mit George Forrest International (GFI) aufgekündigt hat. Das belgische Unternehmen, das von dem Bergbauveteran George Forrest geleitet wird, hatte es wiederholt versäumt, die Zahlung für die freundliche Übernahme von Forsys in Höhe von 579 Millionen kanadischen Dollar zu leisten.

Die letzte Frist war am Montag ungenutzt verstrichen und das Forsys-Board ist zu der Entscheidung gekommen, dass eine weitere Verlängerung der Zahlungsfrist nicht im Interesse des Unternehmens sei. Nun fordert Forsys von GFI die Strafzahlung von 20 Millionen kanadischen Dollar ein, die bei einem Nichtzustandekommen des Deals fällig werden.

GFI und Forsys hatten die freundliche Übernahme im November vergangenen Jahres zum ersten Mal bekannt gegeben und der Deal, bei dem GFI 7 kanadische Dollar je Forsys-Aktie zahlen sollte, sollte eigentlich bereits im März abgeschlossen werden. Doch GFI bat wiederholt um mehr Zeit, um das nötige Kapital zusammen zu bekommen.

Anfang dieses Monats dann teilten die Belgier mit, das Geld würde am 17. August zur Verfügung stehen. Doch auch das stellte sich als zu optimistisch heraus. Und als George Forrest dann auch die noch einmal gewährte Fristverlängerung bis zum 24. August verstreichen ließ, riss bei Forsys offensichtlich der Geduldsfaden.

Zumal auch noch Industry Canada die Transaktion anhielt, da die kanadischen Behörden genauere Informationen darüber verlangten, woher GFI das Kapital für die Übernahme hatte.

Forsys untersucht nun die strategischen Optionen für das weitere Vorgehen, darunter Projektfinanzierung, Joint Ventures oder einen Verkauf des Unternehmens. Das Hauptprojekt von Forsys, die Valencia-Uranmine in Namibia, soll nach der Inbetriebnahme rund 3 Millionen Pfund Uran pro Jahr Produzieren. Im August 2008 hatte Forsys eine Abbaulizenz für 25 Jahres erhalten.

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