Wieder über 1.000 Dollar je Unze: Gold vor bester Quartalsperformance seit 2008

Sichtbare Goldvererzung

Sichtbare Goldvererzung

Etwas stärker präsentiert sich der Goldpreis am heutigen Mittwoch und steht damit kurz davor, die beste Quartalsperformance seit den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres hinzulegen – vor allem auf Grund der anhaltenden Dollarschwäche und technischer Faktoren. Im ersten Quartal 2008 hatte der Goldpreis fast 10 Prozent zugelegt.

Anfang September war der Goldpreis noch auf den höchsten Stand seit 18 Monaten bei 1.023,85 US-Dollar je Unze geklettert und notierte damit nur knapp unter dem März-Rekord von 2.030,80 Dollar. Seitdem allerdings haben Gewinnmitnahmen den Goldpreis wieder unter die Marke von 1.000 Dollar pro Unze gedrückt, da sich der Greenback wieder vom Jahrestief aus der vergangenen Woche erholt hat, sodass viele Anleger derzeit an der Seitenlinie stehen.

Die nächsten Impulse für den Dollar – und damit den Goldpreis – erwarten Marktbeobachter von den Daten zu den Beschäftigungszahlen im Privatsektor, die heute in den USA anstehen. Diese werden als eine Art Vorblick auf die monatlichen Zahlen zu den Beschäftigungszahlen außerhalb der Landwirtschaft, die das US-Arbeitsministerium am Freitag vorlegen wird. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten gehen davon aus, dass die heutigen Daten zeigen werden, dass im September 210.000 Jobs verloren gingen.

Händler berichten, dass es auf dem aktuellen Preisniveau von rund 998 US-Dollar pro Unze Gold nur geringe physische Nachfrage nach dem gelben Metall gebe. Erst bei einem Rücksetzer auf rund 980 Dollar würden derzeit wieder starke Käufe anstehen. Der größte mit physischem Gold unterlegte ETF (Exchange Traded Fund) der Welt, der SPDR Gold Trust meldete am gestrigen Dienstag einen Goldbestand von 1.094,107 Tonnen und damit keine Veränderung seit Donnerstag der Vorwoche.

Andererseits gehen einige Analysten davon aus, dass das Kaufinteresse vieler Anleger an Gold bereits in Kürze wieder aufleben sollte, da diese sich gegen eine weitere Abschwächung der Dollarkurse absichern würden. Denn man geht davon aus, dass die US-Notenbank Fed aller Wahrscheinlichkeit nach ihre lockere Geldpolitik beibehalten wird, um das Finanzsystem auch weiter zu stützen.

Händler gehen zudem davon aus, dass eine Fortsetzung der Rallye an den weltweiten Aktienmärkten unwahrscheinlich ist, da die Märkte bereits die meisten positiven Konjunkturnachrichten eingepreist haben sollten. Stattdessen könnte sich das Augenmerk der Marktteilnehmer auf die Quartalszahlen des Bankensektors richten.

Und hier gehen Experten davon aus, dass die finanzielle Lage vieler Banken bei weitem noch nicht gut genug ist, um das Vertrauen der Anleger in die Finanzmärkte vollständig wieder herzustellen. Was bedeuten würde, dass die Fed ihre lockere Geldpolitik beibehält, der Dollar Schwäche zeigt und damit Gold ein Kauf wäre…

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