Neue Entdeckungen auf altem Gelände: Rio Tinto meldet potenziell größten Molybdänfund der Welt

Die größte von Menschenhand geschaffene Grube in Afrika, die Palabora Kupfermine von Rio Tinto

Die größte von Menschenhand geschaffene Grube in Afrika, die Palabora Kupfermine von Rio Tinto

Wie der Minenriese Rio Tinto aktuell mitteilt, hat man auf dem Gelände der Jahrhunderte alten Bigham Canyon-Mine eines der vielleicht größten Molybdän-Vorkommen der Welt entdeckt.

Der Minengigant Rio Tinto (WKN 855018) wird kurzfristig die Gesamtausgaben für seine Explorationsaktivitäten in engen Grenzen halten – aber die Erkundung der Jahrhunderte alten Bingham Canyon-Mine fortsetzen, auf der man zahlreiche neue Funde in der Tiefe macht. Laut dem Leiter der Explorationsaktivitäten Eric Finlayson, head  habe man erst vor kurzem erkannt, welches Potenzial unter der gigantischen Tagebaugrube im US-Bundesstaat Utah liege.

Es sei außergewöhnlich, dass man selbst nach 100 Jahren neue, umfangreiche Ziele in einer solch alten Umgebung auffinden könne, so Finlayson. Die Entdeckungen hätten das Potenzial zu einer Anhäufung neuer, großer Minen in dieser Gegend zu führen. Bisher habe man hauptsächlich nach ähnlichen Vorkommen nahe der Oberfläche gesucht, doch Funde an anderer Stelle hätten Rio Tinto veranlasst, auch in größerer Tiefe zu suchen.

Bisher sei man dabei auf eine umfangreiche Molybdän-Lagerstätte unter der Tagebaugrube gestoßen. Rio Tinto sei der Ansicht, dass es sich dabei um den größten Molybdänfund der Welt handeln könnte, seit die zwei größten, primären Molybdän-Minen Climax und Henderson im US-Bundesstaat Colorado entdeckt wurden.

Bislang produziert Rio Tinto Molybdän lediglich als Beiprodukt der Kupferförderung, doch die neue Entdeckung könnte bedeuten, dass der Konzern Molybdän als neues primäres Produkt aufnimmt –  und sie könnte darüber hinaus zu weiteren Kupferfunden führen.

Die Erkenntnis, dass das Bingham Canyon-Gelände über das Potenzial verfügt, eine Anhäufung von Porphyrzielen zu beherbergen, habe zu neuen Anstrengungen bei der Exploration auf der Liegenschaft geführt. Porphyrkupferminen weisen in der Regel niedrige Gehalte auf und liegen nahe der Oberfläche, doch jüngste Funde haben tiefer gelegene Porphyrminen mit höheren Gehalten aufgezeigt.

Andererseits bleibt man bei Rio Tinto skeptisch in bezug auf die Nachhaltigkeit der weltweiten Wirtschaftserholung und plant, 2010 die Explorationsausgaben insgesamt nicht weiter zu erhöhen, sondern auf dem aktuellen Niveau zu belassen. Im laufenden Jahr hatte der Konzern das Explorationsbudget um die Hälfte zusammengestrichen.

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