Deutsche Rohstoff: Deutsches Rohstoffunternehmen mit Börsenambitionen

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Nach den erfolgreichen Börsengängen von Kabel Deutschland, Brenntag, Tom Tailor und Joyou zeigen weitere Unternehmen wieder Lust am Gang aufs Parkett. Dazu gehören nicht nur die großen, seit langem gehandelte Namen, sondern auch kleine Unternehmen, die bisher nur selten auf den einschlägigen Listen auftauchen. Jüngstes Beispiel ist die Deutsche Rohstoff aus Heidelberg.

Das Unternehmen entwickelt Rohstoffvorkommen in Deutschland, Kanada und Australien. Der Fokus liegt auf der anstehenden Produktion von Öl, Gas und Gold. Allerdings hält man auch Rechte an Lagerstätten, auf denen unter anderem Zinn, Nickel, Zink und Seltene Erden gefördert werden können. Bisher laufen jedoch überall nur die Vorbereitungen. Laut Unternehmen soll jedoch noch 2010 eine erste Produktion starten. Dann könnte das Unternehmen beginnen, Umsätze zu erwirtschaften.

Vorstand Thomas Gutschlag, der früher bei der Deutschen Börse tätig war, macht gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ deutlich, dass sein Unternehmen im Sommer an die Börse gehen könnte. Dabei liebäugelt der 45-jährige Manager mit dem Entry Standard in Frankfurt. Beim Börsengang soll, so Gutschlag gegenüber der Zeitung, frisches Geld in die Kasse kommen, um die weiteren Projekte zu sichern. Demnach soll der Börsengang zwischen 10 Millionen Euro und 15 Millionen Euro einbringen.

Die Deutsche Rohstoff existiert seit 2006. Zu den Partnern gehören die BASF und deren Tochter Wintershall, mit der man ein Joint Venture betreibt. Neben dem Hauptsitz in Heidelberg gibt es Niederlassungen in der Nähe von Chemnitz sowie im australischen Brisbane. Im Beirat des Unternehmens sitzen unter anderem Professoren der Universität Halle-Wittenberg sowie der RWTH Aachen.

Zu den bisherigen Aktionären zählen das Management, Privatinvestoren und Institutionelle Investoren, darunter die BASF. Auch Impera Total Return und damit deren Mutter Mountain Partners gehören zu den Anteilseignern bei der Deutsche Rohstoff. Frühere Angaben sprachen von rund 40 Investoren. Diese Investoren haben rund 10 Millionen Euro in das Unternehmen gepumpt.

Ein Investor hat im vergangenen Jahr die Segel gestrichen. Activa Resources hielt 33 Prozent an der Tochter Rhein Petroleum. Da sich die Partner bei der Unternehmensstrategie jedoch nicht einig waren, hat die im Entry Standard gelistete Activa Resources ihre Anteile verkauft.

Große Hoffnungen setzt die Deutsche Rohstoff auf die Wiedererschließung des Ölfelds Arlesried in Bayern. Hier arbeitet man mit Wintershall zusammen. Von der bayerischen Regierung gibt es bereits eine Erlaubnis, dort Erdöl zu fördern. Bis 1995 wurden auf dem Ölfeld bereits 14 Millionen Barrel Öl gefördert. Untersuchungen haben ergeben, dass im Boden noch rund 3 Millionen Barrel Öl lagern.

Nicht weit davon entfernt, im bayerischen Kinsau, soll ein Gasfeld wieder erschlossen werden. Das Unternehmen berichtet, dass man bereits mit Gasversorgern über die Abnahme des Gases verhandelt.

Nach Nickel sucht die Deutsche Rohstoff in Sachsen. Dort werden derzeit zudem Zinn-, Iridium- und Seltene-Erde-Vorkommen untersucht. Diese Projekte sind jedoch noch in einem frühen Stadium, es ist unklar, ob sie sich wirtschaftlich lohnen.

Im australischen Georgetown will der Börsenkandidat Gold und Silber gewinnen, die Produktionsvorbereitungen scheinen weit fortgeschritten zu sein. Es gibt 12 Abbaugenehmigungen für das Areal im Bundesstaat Queensland. Nach dem JORC-Standard gibt es dort Vorräte von rund 150.000 Unzen Gold sowie ebenfalls 150.000 Unzen Silber.

Der zweite ausländische Schwerpunkt liegt im kanadischen Nordwest-Territorium. In Wrigley besteht die Möglichkeit, eine Zink-Blei-Lagerstätte zu entwickeln. Der frühere Eigentümer Cominco berichtet, dass dort 10 Millionen Tonnen mit 9,1 Prozent Zink, 2,0 Prozent Blei und 34g Silber/Tonne lagern. Spätere Bohrungen haben ergeben, dass diese Werte noch höher liegen können. Es wird geschätzt, dass dort bis zu 25 Millionen Tonnen Erz lagern. Sollten sich diese Prognosen bestätigen, wäre das Projekt in den Rocky Mountains eine der größten Zinkminen in Kanada. Weitere Bohrungen müssen diese Vermutungen jedoch noch bestätigen.

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