Aktuelle Studie: Anleger werden 2010 mehr Silber kaufen

Silberbarren aus der Produktion von Coeur d'Alene Mines San Bartolomé-Mine in Bolivien.

209,7 Millionen Unzen Silber wurden 2009 von Anlegern als Investment erworben, was den zweithöchsten Wert in dieser Hinsicht überhaupt darstellt. Und einem Bericht der Research-Firma CPM Group zufolge wird die Tatsache, dass Silber sowohl als Edel- als auch als Industriemetall betrachtet werden kann, die Nachfrage im laufenden Jahr weiter ansteigen lassen.

Die Unsicherheit an den Märkten nach der schwersten Finanzkrise seit der Großen Depression und in Bezug auf die Erholung der Weltwirtschaft ließen im vergangenen Jahr sowohl die Silberproduktion als auch die Investmentnachfrage steigen, erklärte die CPM Group in ihrem „Silver Yearbook 2010“.

Silber habe definitiv von den Problemen der Weltwirtschaft profitiert, so CPM. Anleger hätten Silber beobachtet und seien dabei zu dem Schluss gekommen, dass das weiße Metall ein „guter Kauf“ sei“, da Silber ähnlich wie Gold einen Sicherer Hafen darstellen könne, aber gleichzeitig, wenn sich die Wirtschaft erhole, als Industriemetall davon ebenfalls profitieren könnte.

Nach Kalkulation der Experten könnte die Investmentnachfrage nach Silber im laufenden Jahr 213,9 Millionen Unzen betragen, während die Industrienachfrage – Schmuck-, Fotographie-, Elektronik- und Batterienachfrage – ihrer Ansicht nach von  616,4 Millionen Unzen 2009 nun um 2,4 Prozent auf 631,2 Millionen Unzen steigen dürfte.

In dieser Hinsicht führen die Experten eine vor allem in den Bereichen Elektronikprodukte und Flachbildschirme starke Nachfrage auf Grund der beginnenden Erholung der Wirtschaft an. Solarzellen, in deren Produktion allerdings nur eine geringe Menge Silber verwendet wird, könnten dennoch helfen, die Industriesilbernachfrage anzuheizen, da dieser Bereich weiter starkes Wachstum aufweisen dürfte, meint CPM.

Die Minenproduktion sei 2009 um nur 0,3 Prozent auf 553,9 Millionen Unzen gestiegen, so CPM, aber man erwarte 2010 einen Anstieg von 5 Prozent auf 581,2 Millionen Unzen. Im vergangenen Jahr war laut CPM Group Peru mit 123,9 Millionen Unzen der größte Silberproduzent weltweit, gefolgt von Mexiko.

Nach Ansicht der Experten dürfte Silber den Rest des Jahres über in einer Spanne zwischen 15 und 20 US-Dollar je Unze gehandelt werden. Sie glauben auch, dass das Tief von 14,63 USD pro Unze aus dem Februar für 2010 der Tiefststand gewesen sein dürfte. Allerdings warnt CPM auch, dass Silber, traditionell deutlich volatiler als Gold, bei steigenden Zinsen an Wert verlieren könne.

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