Ivanhoe Mines: Mongolei-Mine kann weltweiten Spitzenplatz einnehmen

Die größte von Menschenhand geschaffene Grube in Afrika, die Palabora Kupfermine von Rio Tinto

Große Aufregung in der Mongolei und bei Ivanhoe Mines. Die Kupfer-Gold-Mine von Oyu Tolgoi kann noch ertragreicher werden als gedacht. Nach jüngsten Veröffentlichungen kann sie weltweit zu einer der drei größten Minen für Kupfer und Gold aufsteigen.

Ivanhoe Mines (WKN: 901508) hat einen Entwicklungsplan von 2005 fortgeschrieben und auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht. Im Normalfall kann die Mine mindestens 27 Jahre lang betrieben werden. Die neuen Modellberechnungen zeigen jedoch an, dass die Mine von Oyu Tolgoi im Optimalfall 59 Jahre lang betrieben werden kann. Selbst dieser Zeitraum wird von der Unternehmensspitze als konservativ bezeichnet. Die Produktionsdaten können in diesem Zeitraum, verglichen mit den alten Annahmen, verdoppelt werden. Die Investitionskosten werden hingegen nicht verändert. Sie belaufen sich auf 4,6 Milliarden Dollar. Das Budget für 2010 sieht eine Investition von 758 Millionen Dollar vor.

Ab 2013 kann die Mine nach derzeitiger Planung ihre Produktion aufnehmen. Innerhalb von zehn Jahren erwarten die Minenbetreiber eine durchschnittliche Jahresproduktion von 1,2 Milliarden Pfund Kupfer und 650.000 Unzen Gold. In der Spitze kann die Kupferproduktion bei 1,7 Milliarden Pfund liegen, die Goldförderung kann sich auf 1,1 Millionen Unzen belaufen.

Je nach Bewertungsmethode können auf dem Minengelände im Süden des Landes mindestens 40,68 Milliarden Pfund Kupfer, 49,86 Milliarden Pfund Kupferäquivalente sowie 20,97 Millionen Unzen Gold liegen. Dabei handelt es sich um die nachgewiesenen Rohstoffvorräte. Weitere Rohstoffablagerungen werden dort vermutet, sind nach den strengen Bemessungsstandards jedoch noch nicht wirklich bewiesen. Diese zusätzlichen Ressourcen betragen weitere 40,61 Milliarden Pfund Kupfer, 53,28 Milliarden Pfund Kupferäquivalente sowie 25,39 Millionen Unzen Gold.

Wie hoch der tatsächliche Abbau letztlich ausfallen wird, die Mine entwickelt sich zum größten industriellen Entwicklungsprojekt des asiatischen Landes. Sollten die optimistischen Produktionsvorhersagen zutreffen, hat die Mine einen Wert von mehr als 15 Milliarden US-Dollar. Sollten letztlich nur die zurückhaltenderen Werte zum Abbau genutzt werden, liegt der Minenwert noch immer im hohen einstelligen Milliardenbereich.

Ivanhoe Mines arbeitet in der Südmongolei eng mit Rio Tinto (WKN: 852147) zusammen, um die Rohstoffe zu fördern. Rio Tinto ist zugleich mit 22,4 Prozent an Ivanhoe beteiligt, es besteht die Möglichkeit, den Anteil auf 46,6 Prozent zu erhöhen. An der Mine von Oyu Tolgoi ist Ivanhoe mit 66 Prozent beteiligt, die verbleibenden Anteile liegen beim mongolischen Staat.

Beobachter warnen immer wieder, dass die Mongolei ein politisch riskantes Gebiet für die Minenentwicklung ist. Erst in der vergangenen Woche hat der Präsident des Landes, Tsachiagiin Elbegdorsch, den Versuch gestartet, neue Explorationslizenzen für Minenunternehmen zu verbieten. Darüber muss das Parlament entscheiden. Gleichzeitig hat ein anderes nordamerikanisches Unternehmen jedoch kürzlich eine neue Explorationslizenz erhalten. Doch auch bei Ivanhoe man spürt den politischen Druck. Man muss sich immer wieder mit kritischen Fragen von Regierungsseite auseinandersetzen. In dieser Hinsicht ist es für das Unternehmen sicherlich nicht von Nachteil, dass wichtige Persönlichkeiten der Mongolei einen Sitz im Board of Directors der Mine haben. So wurde jüngst der Diplomat Galsan Batsukh zum Vorsitzenden des Gremiums berufen. Batsukh war früher Botschafter der Mongolei in Kanada.

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