GOLD: Hedge-Fonds setzen auf steigende Preise

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Goldbarren in Anglo Americans “Sunrise Dam“ Goldmine, Westaustralien, Foto: VisualMedia

Bei Großinvestoren scheint man weiterhin auf eine Aufwärtsbewegung des Goldpreises zu setzen. Das zeigen zumindest Daten aus der Zusammensetzung von Portfolios einiger Top-Hedgefonds.

Es zeigt sich ein weiterhin steigendes Engagement im Goldsektor bei Großanlegern. Experten sehen seit längerem den Trend, dass Gold in der Gewichtung in den Portfolios des Großkapitals eine größere Bedeutung erhält. Ein Trend, der langfristig, langsam und leise vonstatten geht.

Hinter dem erhöhten Engagement dürften gleich drei Gründe stehen. Zum einen sind Goldinvestments seit langem ein klassisches Kriseninvestment. Man sichert sich gegen Auswirkungen von Finanzmarktkrisen ab. Ob die aktuelle europäische Krise mit dem hunderte Milliarden Euro schweren „Rettungsschirm“ der europäischen Staaten beendet ist, bleibt abzuwarten. Immer wieder machen Ängste die Runde, dass die Finanzen anderer Länder wie zum Beispiel Spanien kollabieren könnten. „Zwangs“-Rettungen wie die der spanischen Sparkasse CajaSur vergrößern das Vertrauen nicht gerade. Zudem gilt Gold als „sicherer Hafen“ gegen mögliche inflationäre Tendenzen, die die Vielzahl staatlicher Konjunktur-Hilfspakete und sonstiger Rettungsaktionen mit sich bringen könnte. Nicht zuletzt rechnet man langfristig mit steigenden Goldpreisen aufgrund der größer werdenden Nachfrage vor allem aus Boomstaaten wie China.

Allerdings zeigt sich ein Umschwung in der Präferenz der Investoren. Wer sein Geld in Gold anlegen will, steht grundsätzlich vor der Frage, direkt in das Edelmetall zu investieren oder den Umweg über Goldminenwerte zu gehen. Letzteres gilt als offensivere Variante. Meist reagieren Goldminenaktien mit einem „Hebel“ auf Veränderungen des Goldpreises, zeigen sich somit wesentlich volatiler als der Unzenpreis.

Dennoch hatten Investoren zuletzt eher auf Direktinvestments in das Metall gesetzt, zum Teil über ETFs, die Goldpositionen gehalten haben. Das Verhältnis kippt. Mittlerweile scheinen Goldminenaktien wieder die Favoriten zu sein – trotz des kleinen Schocks, den Australien mit seinen Steuerplänen der Minenbranche versetzt hat. Derzeit stehen damit ETFs im Blickpunkt, die direkt in Goldminenaktien investieren. Einzelwerte wie zum Beispiel NovaGold Resources (WKN: 905542) oder Barrick Gold (WKN: 870450) sollen ebenfalls im Blickpunkt stehen, heißt es in aktuellen Analysen und Medienberichten zum Hedgefonds-Sektor.

Dass der Unzenpreis bei Kursen oberhalb von 1.200 Dollar schon an die Decke gestoßen ist, glauben viele Marktbeobachter nicht. Im Gegenteil. So mancher nimmt bereits die 2 an der Tausender-Stelle ins Visier. Ein Anstieg, der zwar nicht innerhalb kurzer Zeit vonstatten gehen soll, aber bereits mittelfristig von Gold-Bullen erwartet wird. Gold sei in einem langfristigen Bullenmarkt, ist zu lesen – die Hintergründe sind die genannten Punkte, die Investoren bewegen, ihre Goldinvestments auszubauen.

Nicht verschwiegen werden soll, dass es aber auch für den Goldpreis skeptische Marktteilnehmer gibt. So haben die Experten von Gecam aktuell den DAX als attraktiver eingestuft als Investments in Gold. Die Analysten erwarten „in einer Welt, die spart“, keine Inflation in nennenswerter Weise. Daher traue man dem Goldpreis keine großen Perspektiven zu.

Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen und GOLDINVEST.de und seine Autoren schließen jede Haftung diesbezüglich aus. Die Artikel und Berichte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar. Zwischen GOLDINVEST.de und den Lesern dieser Artikel entsteht keinerlei Vertrags- und/oder Beratungsverhältnis.

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