Platin, Palladium und Silber: Im Schatten des Goldes

latin ist ein edles und derzeit nach Rhodium bzw. noch vor Gold das zweitwertvollste Edelmetall – es ist ca. neunzigmal teurer als Silber

In den vergangenen Wochen stand kaum eine Anlageklasse so im Fokus wie Gold. Angetrieben von den schwankenden Aktienmärkten und der anhaltenden Besorgnis kehrte der Preis für eine Unze des gelben Metalls wieder über die Marke von 1.200 US-Dollar je Unze zurück. Und viele Experten rechnen mit einem weiteren Anstieg des Edelmetalls, das vor allem von seinem Ruf als „Sicherer Hafen“ profitiert. Doch gibt es eine ganze Reihe von Faktoren, die der Rallye des Goldpreises ein Ende setzen könnten.

Gold, das profitiert, wenn unter den Anlegern Angst herrscht, neigt dazu zu stagnieren oder zu sinken, wenn die Märkte stark sind oder Krisen gelöst werden. Aber natürlich ist Gold nicht das einzige Edelmetall im Angebot, sodass sich ein Blick auf Platin, Palladium und Silber und deren möglichen Einsatz in den Portfolios der Anleger lohnt.

Während die Goldpreise im Mai deutlich zulegten, hatten Platin und Palladium Schwierigkeiten, in Tritt zu kommen. Was daran liegt, dass beide Metalle – deutlich stärker als Gold – auch in der Industrie Anwendung finden. Insbesondere in der Automobilindustrie werden Platin und Palladium eingesetzt, um Katalysatoren herzustellen. Mit anderen Worten, wenn die Aktienmärkte fallen – insbesondere auf Grund von Nachrichten, die die Nachrage der Konsumenten nach Automobilen beeinträchtigen könnten –, verlieren diese Edelmetalle oft an Wert.

Entsprechend ging der Preis von Platin und Palladium nach unten, als Anfang des Monats unter anderem die europäische Schuldenkrise die Märkte abwärts zwang. Aber mittlerweile gibt es Anzeichen, dass sich dieser Trend umkehren könnte, denn als die Märkte in der vergangenen Woche anzogen, schoss auch der „P&P“-Preis nach oben. Sollte sich diese Erholung ausbauen, dürften nach Ansicht von Experten auch Platin und Palladium wieder anziehen, während der Goldpreis eher schwächer tendieren könnte.

Trotz aller Unterschiede tendieren Platin, Palladium und Gold allerdings oft in die gleiche Richtung, da es sich schließlich um drei Edelmetalle handelt. So ist der Preis aller drei Metalle zum Beispiel seit Ende 2008 insgesamt stark gestiegen. Seit Anfang dieses Jahres sind der Platinspotpreis um 7 und der Palladiumpreis um 18 Prozent gestiegen. Gold hingegen legte um 11 Prozent zu. Dennoch glauben Experten, dass gerade die Tatsache, dass die „weißen“ Metalle vom Verlauf des Goldpreises abweichen können – insbesondere in Phasen, wie wir sie kürzlich an den Märkten erlebt haben, ein Grund für Goldinvestoren sein sollte, in Platin und/oder Palladium zu diversifizieren. Und umgekehrt.

Wie die anderen Edelmetalle auch kann Silber eine nicht zu verachtende Performance vorweisen. In New York stieg der Spotpreis im laufenden Jahr bereits um 10 Prozent. Die Analysten von ETF Securities sehen das dritte weiße Metall denn auch, in Hinsicht auf die mögliche Verteilung in den Investorenportfolios zwischen Platin und Palladium und Gold.

Wenn Silber- und Goldpreis auseinander laufen, weist das häufig auf die Einstellung der Anleger zur Wirtschaftslage hin. Wenn sie glauben, dass die Wirtschaft gut läuft, verkaufen sie Gold und kaufen Silber, so ETF Securities. Seien die Anleger der Ansicht, ein Sicherer Hafen tue Not, würden sie Gold kaufen und Silber verkaufen.

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Platin, Palladium und Silber: Im Schatten des Goldes

  1. Tim C.

    Also ich bin ein echter Fan von Silber. Wenn man sich den Trend der letzten 1-2 Jahre anschaut, dann sieht man, dass der Wert hier (ähnlich wie bei Gold) stetig zugenommen hat. Es gab zwar dabei auch Schwankungen aber generell ging es immer weiter nach oben. Und vor allem für kleine Anleger ist Silber schon fast besser geeignet als Gold, da letzteres schon in kleineren Mengen sehr teuer ist.

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