Eldorado Gold: Auf dem Weg zu einem Großen unter den Kleinen

Eldorado Gold - Kisladag Mine

Kisladag ist eine Open Pit Goldmine von Eldorado Gold in der Türkei und begann ihre Produktion 2006

Die jüngsten Quartalszahlen haben am Eindruck zu Eldorado Gold nichts geändert. Das Unternehmen sollte in den kommenden Jahren massiv wachsen und zu einem der großen Goldförderer in der zweiten Reihe werden.

Niedrige Kosten und starkes Wachstum sind dabei zwei der Pfunde, mit denen Eldorado Gold (WKN: 892560) wuchern kann. Vom Hauptquartier im kanadischen Vancouver aus steuert der Konzern weltweite Aktivitäten. Man ist in den USA, Brasilien, der Türkei sowie China tätig und konzentriert sich auf den Abbau von Goldvorkommen.

Das Fördervolumen auf den Projekten des Konzerns soll in den kommenden Jahren sehr stark wachsen. Vier Minen operieren bereits, weitere Projekte befinden sich in den Entwicklungsphasen. Die Experten von RBC Capital rechnen damit, dass Eldorado Gold im Jahr 2013 die Schwelle von einer Million Unzen Fördervolumen überschreiten wird. Die Produktion hätte dann nach heutigen Marktpreisen einen Wert von deutlich mehr als einer Milliarde Dollar. Auf dem Weg dorthin werden die Kanadier prozentual zweistellige Wachstumsraten pro Jahr aufweisen. RBC geht davon aus, dass das Fördervolumen im laufenden und im kommenden Jahr um jeweils rund 50 Prozent steigen wird. Das hohe Wachstum werde der Aktie zusammen mit dem niedrigen Produktionskostenniveau eine Premium-Bewertung im Vergleich zur Peer-Group erhalten, glaubt man bei RBC Capital Markets.

Die Zahlen zum zweiten Quartal, die Eldorado Gold jüngst vorgelegt hat, sprechen nicht dagegen. Der Konzern hat bei Gesamt-Cashkosten von 410 Dollar je Unze insgesamt 167.940 Unzen Gold gefördert. Dieses Volumen liegt über den Erwartungen. Zu einem Durchschnittspreis von 1.195 Dollar wurden 172.826 Unzen verkauft – der Vergleich von Kosten und Verkaufspreisen zeigt die hohe Rohmarge des Konzerns. Die Gewinnspanne kann langfristig noch steigen, wenn es zu dem von vielen Experten erwarteten weiteren Goldpreisanstieg kommt. Den Quartalsumsatz beziffert Eldorado Gold mit 207,78 Millionen Dollar, weit mehr als doppelt so viel wie man im zweiten Jahresviertel 2009 mit 80,54 Millionen Dollar umgesetzt hat.

Den Quartalsgewinn hat Eldorado Gold ebenfalls massiv gesteigert. Nach 0,07 Dollar im Vorjahreszeitraum sind es nun 0,11 Dollar. Die Gewinn-Konsensprognose hat man damit um 0,03 Dollar übertreffen können. Das gilt ebenso für den Cashflow pro Aktie, den man für das zweite Quartal 2010 mit 0,16 Dollar beziffert. Dies liegt ebenfalls 0,03 Dollar höher als von Marktbeobachtern im Durchschnitt erwartet.

Die Aussichten für das Gesamtjahr stellen sich derzeit besser als zuvor prognostiziert dar. Eldorado Gold hat die Produktionsprognose um 25.000 Unzen Gold auf nunmehr 625.000 Unzen angehoben. Die Kosten sollen dabei kleiner als bisher im Mittel erwartet ausfallen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass man pro Unze am unteren Ende der Prognosespanne von 375 Dollar bis 395 Dollar ankommen wird. Eine neue Spanne wird von Seiten des Unternehmens allerdings nicht genannt.

Bei der Aktie, deren Notierung seit wenigen Wochen spürbare Gewinnmitnahmen ausweist, könnten in den kommenden Wochen einige interessante Nachrichten anstehen. Zum einen weist der Chart am unteren Ende des Bollinger-Bandes eine klare Stabilisierung an der Unterstützung um 15 Dollar aus. Zudem stehen unter anderem überarbeitete Reserveschätzungen von einem Projekt in der Türkei an. In China soll es zu einer ersten Ressourcenschätzung für eine Projektzone kommen.

Hinweis: Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen und GOLDINVEST.de und seine Autoren schließen jede Haftung diesbezüglich aus. Die Artikel und Berichte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar. Zwischen GOLDINVEST.de und den Lesern dieser Artikel entsteht keinerlei Vertrags- und/oder Beratungsverhältnis.

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