Gewinn und Umsatz steigen deutlich: Glencore plant Börsengang des Goldgeschäfts

Ein Goldbarren wird gegossen

Der größte Rohstoffhändler der Welt, die Schweizer Glencore, plant, seine Goldassets, die einen Wert von mehr als 5 Mrd. USD haben könnten, an die Börse zu bringen. Gleichzeitig meldet das Unternehmen einen deutlichen Gewinnanstieg im ersten Halbjahr – vor allem auf Grund der hohen Metallpreise.

Wie Glencore weiter ausführte, plane man eine Teilausgliederung oder IPO der Goldabteilung Kazzinc im kommenden Jahr. Laut Aussage des Branchendienstes Mineweb beziffern Quellen den Wert der Goldassets auf mehr als 5 Mrd. Dollar, wenn man zum Vergleich die Marktkapitalisierung von in London gelisteten Goldfirmen heranziehe. African Barrick Gold, das ungefähr die gleiche Menge Goldproduziert wie Kazzinc, wird mit 3,6 Mrd. Dollar bewertet. Randgold Resources wird bei niedrigerer Produktion mit 8,0 Mrd. USD bewertet.

Kazzinc besitzt die größte Goldmine Kasachstans und produziert insgesamt rund 700.000 bis 800.000 Unzen Gold pro Jahr. Details zur Größe des Anteils, der an die Börse gebracht werden könnte, gibt es noch nicht, Insider sprechen allerdings von 25 bis 60%. Bereits im Juni hatte die Nachrichtenagentur Reuters Hinweise erhalten, dass Glencore darüber nachdenke, seine Goldminen „auf den Markt zu werfen“.

Die Neuigkeiten zur möglichen Ausgliederung des Goldgeschäfts kamen zeitgleich mit den Halbjahreszahlen von Glencore. Der Konzern meldete einen Anstieg des Nettogewinns um 42% auf 1,56 Mrd. USD. Zudem schnellte der Umsatz um mehr als 50% auf 70 Mrd. USD nach oben.

Die Glencore-Ergebnisse passen damit in das Umfeld: Die meisten anderen Minenunternehmen hatten solide Halbjahresergebnisse gemeldet – vor allem auf Grund eines Rebounds bei den Preisen von Buntmetallen wie Aluminium und Kupfer. Der durchschnittliche Kupferpreis des ersten Halbjahres 2010 lag beispielsweise um 76% über dem Niveau von 2009.

Laut Glencore stieg das EBITDA (Earnings before interest, tax, depreciation and amortisation) um 69% auf 2,63 Mrd. USD. Das EBITDA ist ein wichtiges Maß für hoch verschuldete Unternehmen wie Glencore, da es dabei behilflich ist, abzuschätzen, wie es um die Fähigkeit des Unternehmens steht, seine Schulden zu bedienen. Die Nettoverschuldung Glencores stieg im ersten Halbjahr 2010 von 10,2 auf 13,6 Mrd. USD.

Hinweis: Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen und GOLDINVEST.de und seine Autoren schließen jede Haftung diesbezüglich aus. Die Artikel und Berichte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar. Zwischen GOLDINVEST.de und den Lesern dieser Artikel entsteht keinerlei Vertrags- und/oder Beratungsverhältnis.

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