Kupfer: Neuer Chef bei Codelco will Output erhöhen

Kupfer

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Bei Kupfer könnte es in der Zukunft zu einem Angebotsengpass kommen. Neue Minen haben nicht mehr die Erzgrade der alten Stollen.

Der erst kürzlich ins Amt berufene Codelco-Chef Diego Hernandez glaubt, dass es auf dem Kupfermarkt im kommenden Jahr zu Problemen kommen könnte. Es werde schwierig werden, die Nachfrage zu erfüllen. Das weltweite Angebot könnte nicht ausreichen für die Bedürfnisse der Käufer. Vor allem die Nachfrage aus den Schwellenländern und aus China soll dazu beitragen. Zwar gibt es weltweit neue Kupferprojekte. Das dort geförderte Erz ist jedoch nicht so reichhaltig wie das Gestein, welches derzeit aus den Minen gefördert wird, so der Topmanager. Gleichzeitig erhöhen sich jedoch die Kosten. Die neuen Förderungen werden immer teurer. Dagegen sind die aktuellen Projekte, so Hernandez, hoch profitabel. Ein Grund sind die derzeitigen Kupferpreise. Neue Projekte werden aufgrund der höheren Kosten jedoch nicht mehr solch hohe Margen erreichen können.

Für sein Unternehmen sieht er sowohl für 2010 als auch für 2011 einen weiteren Anstieg der Förderung voraus, nachdem die Produktion im Vorjahr bei etwa 1,78 Millionen Tonnen lag. Demnach soll die Kupferproduktion im laufenden Jahr auf 1,82 Millionen Tonnen ansteigen. Im kommenden Jahr soll Codelco (Corporacion Nacional del Cobre de Chile) einen Ausstoß von 1,84 Millionen Tonnen haben. Danach gibt es eine gewisse Unsicherheit, nach aktuellem Stand der Dinge wird für 2012 mit einer Produktion von 1,76 Millionen Tonnen gerechnet. Darin enthalten ist jedoch nicht der Output der Mine von Salvador. Es ist noch unklar, wie bzw. ob diese Mine künftig betrieben wird. Derzeit gibt es Überlegungen, dort zu investieren, um die Lebenszeit der Anlage zu verlängern. Eine Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen.

Das Förderminus in 2012 geht ferner auf die verminderte Leistung der Mine von Chuquicamata zurück. Die einst größte Kupfermine der Welt soll dann nur noch 294.000 Tonnen produzieren, das wäre ein Rückgang um 100.000 Tonnen. In der ebenfalls schon lange betriebenen Mine von El Teniente soll der Ausstoß unverändert bei 419.000 Tonnen liegen.

Bei Codelco, dem größten Kupferförderer der Welt, wird unter dem neuen Chef einiges anders. Hernandez, der früher für den Mitbewerber BHP Billiton (WKN: 850524) gearbeitet hat, will das im staatlichen Besitz befindliche Unternehmen effizienter machen. Wie das geht, hatte er schon bei BHP gezeigt. Um seine Pläne umzusetzen, gründet er bei Codelco bereits eine neue Minensparte, alle Minen sollen nur noch zwei Managern im Rang von Vice Presidents unterstehen. Diese werden ihm persönlich berichten, so sollen Strukturen verschlankt werden.

Einsparungen soll es bei den Personalkosten geben. Nach den Plänen von Hernandez werden 15 Prozent der Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Insgesamt sind davon 3.000 Angestellte betroffen. Um diese Maßnahme umzusetzen, gibt es bei Codelco inzwischen einen Pensionierungsplan. Die Gewerkschaften stehen diesen Vorhaben kritisch gegenüber.

Sie beanstanden den neuen Stil des CEO. Bisher hat es jedoch noch keine großen Streiks gegeben. Die Produktionspläne scheinen somit für das laufende Jahr nicht gefährdet zu sein.

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