Rekordinvestition in Paraguay: Rio Tinto, Reaktionen auf den Investorentag

Kupfermine von Rio Tinto

Kupfermine von Rio Tinto

Analysten reagieren unterschiedlich auf den Investorentag von Rio Tinto. Eines ist jedoch klar: Die Investitionen werden weiter steigen.

Nicht ganz einig ist man sich auf Analystenebene, wie man den jüngsten Investorentag von Rio Tinto (WKN: 855018) bewerten soll. Die Experten der Credit Suisse belassen das Rating für die Aktie auf „outperform“. Ihr Kursziel liegt wie zuvor bei 5.000 Pence. Allerdings reduzieren sie ihre Gewinnerwartungen für die kommenden Jahre um bis zu 12 Prozent. Hintergrund ist eine strategische Entscheidung bei Rio Tinto. Man will in nächster Zeit mehr investieren.

Im kommenden Jahr sollen die Investitionen sich auf 11 Milliarden Dollar erhöhen. Damit will man sich vor allem in der Eisenerzproduktion breiter aufstellen. Hier gibt es nach wie vor einen sehr starken Nachfrageansturm von den Stahlherstellern aus China. Gleichzeitig sollen die Kapazitäten beim Kupferabbau vergrößert werden. 2011 ist offenbar, so die Credit Suisse, mit einer rückläufigen Förderung von Kupfer zu rechnen. Die Investitionen sollen dem entgegenwirken.

Bei der Deutschen Bank zieht man ein positiveres Fazit aus dem Analystentag. Dort wird die Kaufempfehlung bestätigt. Das Kursziel für Rio Tinto steigt von 4.150 Pence auf 4.250 Pence an. Die Frankfurter setzen auf die Eisenerzproduktion des Konzerns. Diese dürfte sich schneller als prognostiziert verbessern. Gelobt wird von den Experten zudem die starke Bilanz von Rio Tinto.

Die Experten der UBS bestätigen ebenfalls ihre Kaufempfehlung für den Titel. Hier liegt das Kursziel wie zuvor bei 4.870 Pence. Wichtig für die Analysten ist, dass der Konzern in Zukunft vor allem in den Bereichen Eisenerz und Kupfer wachsen will. Damit ist klar, dass sowohl die Kapitalkosten als auch die operativen Kosten steigen werden. Dies muss in den Modellen berücksichtigt werden.

Der Konzern kündigt unterdessen eine neue Milliardeninvestition an. Man will 3,5 Milliarden Dollar in Paraguay ausgeben. Dort soll eine Aluminiumanlage entstehen, die eine jährliche Kapazität von 670.000 Tonnen haben soll. Der Bau der Anlage an sich ist keine Neuigkeit, dies wurde bereits im Dezember 2009 verkündet. Damals sprach die Unternehmensführung jedoch noch von einer Investitionshöhe von 2,5 Milliarden Dollar sowie einer Jahreskapazität von 480.000 Tonnen Aluminium. Diese Zahlen haben sich inzwischen sehr deutlich nach oben verändert. Hier reagiert man auf die Situation am Markt.

Der Bau der Anlage soll 2014 beginnen. Innerhalb von 30 Monaten soll der Komplex fertig sein. 14.000 Arbeitsplätze werden in Paraguay direkt und indirekt entstehen. Für das kleine südamerikanische Land ist dies die größte Einzelinvestition seit mehr als 20 Jahren.

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