Doppelt oder nicht: Candente Copper würde Übernahme nur zum Zweifachen der aktuellen Bewertung zustimmen

Kupfer findet sich als Leiter in vielen elektronischen Schaltkreisen

Kupfer findet sich als Leiter in vielen elektronischen Schaltkreisen

Die kanadische Candente Copper (WKN 529911), die eines der größten noch nicht entwickelten Kupferprojekte in Peru besitzt, stellt sich selbst zum Verkauf. Aber nur zum Doppelten der aktuellen Bewertung, so der CEO des Unternehmens.

Angesichts der steigenden Kupferpreise haben die kanadischen Bergbaukonzerne HudBay Minerals und First Quantum Minerlas vor Kurzem kleine, auf Peru fokussierte Minenfirmen übernommen und damit auch Candentes Kupferprojekt Canariaco Norte ins Zentrum des Interesses gerückt.

Wie Candentes CEO Joanne Freeze der Nachrichtenagentur Reuters sagte, seien viele Unternehmen daran interessiert das Projekt zu erwerben, aber man sei nicht bereit, einen solchen Deal zu einem Preis in Betracht zu ziehen, der lediglich der aktuellen Marktkapitalisierung von Candente entspreche. Man arbeite zudem derzeit daran, die Bewertung der Aktie zu verbessern, so Freeze weiter.

Das Canariaco-Projekt verfügt zurzeit über eine Ressource von 10,3 Mrd. Pfund Kupferäquivalent, was fast einem Viertel der für das laufende Jahr erwarteten Kupfernachfrage entspricht. Laut Freeze wird Canariaco aktuell mit rund 3 Cent pro Pfund Kupfer oder 309 Mio. USD bewertet. Candentes CEO führte weiter aus, das es zahlreiche Interessenten für eine Partnerschaft in Bezug auf das Projekt gebe, wollte aber keine Details nennen.

Freeze will mindestens sechs Cent pro Pfund für das Projekt, das derzeit die vorläufige Machbarkeitsphase hinter sich lässt und für das Candente die Aufnahme der kommerziellen Produktion für 2015 erwartet. Der durchschnittliche Preis, der für solche Projekte in Peru gezahlt wird, liegt bei rund 3,8 Cent pro Pfund, erläutern die Analysten von Stonecap Securities, die Canariaco mit rund 2,4 Cent pro Pfund bewerten.

Im Dezember hatte First Quantum die Übernahme von Antares Minerals abgeschlossen, die das Haquira-Projekt besitzt und im vergangenen Monat leitete HudBay die Übernahme von Norsemont Mining und deren Kupferprojekt Constancia in die Wege. Nach Ansicht der Analysten von Wellington West steht Candentes Canariaco-Projekt im Vergleich zu Constancia und Haquiragut da.

Candente könnte zudem angesichts der hohen Preise für Kupfer und Gold das Interesse chinesischer Unternehmen wecken, glauben die Analysten von Stonecap Securities, da chinesische Firmen ohnehin ein Auge auf die Region hätten. So wurde zum Beispiel Zijin Mining Group schon 2006 als potenzieller Partner von Candente bei der Entwicklung des Canariaco-Projekts genannt.

Die Kosten für die Entwicklung der Mine werden auf mehr als 1,4 Mrd. USD geschätzt, was nach Ansicht von Analysten die Finanzierung in den Fokus rücken lässt. Freeze allerdings sieht keine Probleme für die Finanzierung. Candente habe erst vor Kurzem rund 30 Mio. USD aufgenommen und glaubt, dass peruanische Pensionsfonds, die über Mittel von 22 Mrd. Dollar verfügen, eine wahrscheinliche Kapitalquelle sein könnten.

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