Verstärkte Konkurrenz aus Indien und Brasilien: Chinesische Übernahmeaktivitäten im Ausland gehen deutlich zurück

Shanghais Skyline bei Nacht

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Die Versuche Chinas, sich außerhalb der eigenen Landesgrenzen sichere Rohstoffquellen zu verschaffen, haben im vergangenen Jahr einen deutlichen Dämpfer erhalten. Vor allem auf Grund stärkerer Konkurrenz aus Indien und Brasilien gingen die Rohstoffdeals mit chinesischer Beteiligung von 10 Mrd. Dollar 2009 auf „nur noch“ 4,5 Mrd. Dollar 2010 zurück, wie Ernst & Young berichtet.

So überholte Indien China im vergangenen Jahr zum ersten Mal mit Rohstoffdeals im Ausland im Wert von 4,6 Mrd. Dollar, die hauptsächlich im Bereich Kokskohle getätigt wurden, hieß es weiter. Die chinesischen Deals umfassten unter anderem die 878 Mio. Dollar schwere Übernahme des südafrikanischen Platinexplorers Wesizwe Platinum durch die Jinchuan Group und die 678 Mio. CAD teure Akquisition von Corriente Resources durch die China Railway Construction Corp..

Ernst & Young erwartet für das laufende Jahr einen nachhaltigen aber moderaten Anstieg von ausländischen Deals mit chinesischer Beteiligung, vor allem auf Grund eines Angebotsungleichgewichts, der knappen Ressourcen und des Wirtschaftswachstums des Reichs der Mitte.

Gemäß von Bloomberg zusammengestellten Daten, sollte das Dealvolumen in den Bereichen Bergbau und Energie den höchsten Wert eines ersten Quartals seit 2008 erreichen. Laut dem Ernst & Young-Bericht stieg das Volumen dieser Deals weltweit 2010 um 89% auf 113,7 Mrd. Dollar.

Chinesische Investoren konzentrierten sich zudem weniger auf Australien und Kanada und wendeten sich Zielen mit höherem Risiko zu wie Brasilien, Ekuador und Afrika und konzentrierten sich dabei verstärkt auf Explorationsunternehmen. Bergbaudeals in China (in- und ausländisch) fielen gegenüber dem Vorjahr um 20% hieß es in dem Bericht. Einheimische Deals hingegen stiegen um 89% auf 8 Mrd. Dollar, vor allem auf Grund staatlicher Initiativen om Kohle- und Stahlsektor.

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