Heiße Spekulationen: Was plant Trafigura mit Anvil Mining und Tiger Resources im Kongo?

 

Tiger Resources - Kipoi

Still und verschwiegen könnte ein großes Rohstoffunternehmen an einem „big deal“ in der Demokratischen Republik Kongo arbeiten. Die Spekulationen darum jedenfalls bergen eine Menge Spannung – vor allem für die Aktionäre von Tiger Resources und Anvil Mining.

Das Unternehmen ist einer der „big guys“ in der Rohstoffbranche. Die niederländische Trafigura Beheer B.V. ist der weltweit drittgrößte Ölhändler, beim Handel mit Nicht-Eisen-Konzentraten belegt man sogar den zweiten Platz in der Weltrangliste. Der Konzern kann auf Kreditlinien im mittleren zweistelligen Milliardenvolumen zugreifen und hält Unternehmensbeteiligungen im Volumen von mehr als 2 Milliarden Dollar. Kurz gesagt: Man ist mächtig und flexibel.

Zwei dieser Beteiligungen von Trafigua, die in der Förderung von Kupfer tätig sind, sind nun in das Zentrum von Spekulationen gerutscht. Eines der beiden Unternehmen ist Anvil Mining (WKN: A0B6G3), das andere ist Tiger Resources (WKN: A0CAJF). An beiden Gesellschaften halten die Niederländer Minderheitsbeteiligungen, die bei Anvil 37 Prozent stark ist, während es bei Tiger Resources 30 Prozent sind. Damit hat Trafigura zwar nicht die Mehrheit bei den Gesellschaften, ist aufgrund der Höhe der Beteiligung aber mächtig genug, um als graue Eminenz im Hintergrund steuernd einzugreifen.

Am Markt machen sich nun Gerüchte breit, dass Trafigura an einem Zusammenschluss der beiden Unternehmen interessiert sein könnte. Auslöser der Spekulationen ist eine Mitteilung von Anvil Mining, dass man mit Unterstützung des Großaktionärs strategische Optionen für die Kupfer-Aktivitäten in der Demokratischen Republik Kongo evaluieren wolle.

Was als normaler Vorgang eigentlich schnell abgehakt sein könnte, wird aufgrund der Geheimhaltung, die Anvil um die Hintergründe dieser Entscheidung betreibt, hoch interessant. Man gibt – auch nicht auf eindringliche Nachfrage – keine Auskunft zu den Gründen, warum diese strategischen Überlegungen gerade jetzt angestoßen werden. Schon gar nicht möchte man darüber sprechen, in welche Richtungen die Überlegungen konkret gehen. Man habe entschieden, eine solche Überprüfung durchzuführen, mehr gibt es von Anvil zu dem Thema derzeit nicht zu sagen.

Ein namentlich in der Presse nicht genannter Analyst vermutet nun, dass Trafigura der Drahtzieher hinter der überraschenden Entscheidung bei Anvil sein könnte. Die Niederländer halten nicht hinter dem Berg damit, dass sie im Falle einer Kombination der Aktivitäten von Anvil und Tiger Resources in der Demokratischen Republik Kongo Synergieeffekte sehen, die man erzielen könnte.

Offen ist bisher, wie ein solcher Zusammenschluss vonstatten gehen könnte. Trafigura ist nicht dafür bekannt, Mehrheitsanteile an Unternehmen zu halten. Man geht eher den Weg der strategischen Beteiligung, mit der man sich Zugriff auf die Produktion der jeweiligen Rohstoffcompany sichert. Eine Übernahme eines der beiden oder gar beider Unternehmen wäre damit ein eher ungewöhnlicher Schritt, der von anderen Experten daher auch bezweifelt wird. Eine Fusion beider Unternehmen mit den Niederländern als treibender Kraft im Hintergrund könnte dagegen möglich sein. Abzuwarten bleibt aber, ob sich die Spekulationen tatsächlich bewahrheiten, oder ob sie im Sande verlaufen.

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