1.000 Dollar sind kein Thema: Kali – Neue Preisrunde

Kalisalzbohrkerne von Western Potash

Die Höhen von 2008 wird der Kalipreis mittelfristig nicht erreichen. Doch Experten gehen von steigenden Preisen aus.

2008 kostete eine Tonne Kali am Weltmarkt fast 1.000 Dollar. Für viele Kaliproduzenten, wie K+S (WKN: KSAG88) aus Deutschland, waren dies goldene Zeiten mit entsprechenden Kursaufschlägen. Doch die Preisfindung war damals teils der Spekulation geschuldet, in der Folge reduzierte sich der Preis sehr deutlich. Für Landwirte war dies ein positiver Aspekt, die Produzenten mussten Rückschläge hinnehmen.

Allgemein geht man jedoch davon aus, dass der Kaliverbrauch weiter hoch bleiben wird. Zugleich wird deutlich, dass das Angebot die Nachfrage kaum wird befriedigen können. Einige Experten denken sogar, dass die kommenden 15 Jahre noch einen Nachfrageüberhang sehen werden.

Einerseits bauen die Produzenten ihre Kapazitäten weiter aus, andererseits wächst auch die Landwirtschaft immer weiter. Immer mehr Menschen müssen mit Lebensmitteln versorgt werden, die Ansprüche werden immer höher. Das Qualitätsbewusstsein vieler Konsumenten wird größer.

So wundert es nicht, dass die Kalipreise in einem gesunden Maße wieder anziehen. Vierstellige Werte erscheinen derzeit jedoch illusorisch, ein klares Plus ist dagegen denkbar. Im Sommer kostete Kali in Vancouver rund 490 Dollar je Tonne. Kanadische Unternehmen berichten inzwischen, dass ihre Kapazitäten für das dritte Quartal völlig erschöpft sind, auch für das vierte Quartal ist der Großteil des Düngers bereits unter Vertrag. All dies deutet auf weiter steigende Preise hin, dabei gibt es jedoch auch von Region zu Region Unterschiede.

Die Preisvorstellungen der verschiedenen Marktexperten gehen jedoch relativ weit auseinander. Robin Phinney, Vorstandschef bei Karnalyte Resources (WKN: A1H4NP), hält einen Preis von 550 Dollar je Tonne in den kommenden zwei Jahren für realistisch. Experten von Northern Securities glauben nicht, dass die 600 Dollar in naher Zukunft machbar sind, eine klare 5 am Anfang sollte aber durchsetzbar sein. Bei der Scotiabank wiederholt man dagegen die optimistischeren Annahmen. Hier vermutet man, dass der Preis bis Ende 2012 auf 650 Dollar je Tonne steigen kann. Selbst höhere Preise werden dort nicht ausgeschlossen. Auch bei solchen Preisen würde die Nachfrage, so die Experten, nicht zusammenbrechen.

Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die GOLDINVEST Media GmbH und ihre Autoren schließen jede Haftung diesbezüglich aus. Die Artikel und Berichte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar. Zwischen der GOLDINVEST Media GmbH und den Lesern dieser Artikel entsteht keinerlei Vertrags- und/oder Beratungsverhältnis, da sich unsere Artikel lediglich auf das jeweilige Unternehmen, nicht aber auf die Anlageentscheidung, beziehen. Wir weisen darauf hin, dass Partner, Autoren und Mitarbeiter der GOLDINVEST Media GmbH Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. Wir können nicht ausschließen, dass andere Börsenbriefe, Medien oder Research-Firmen die von uns empfohlenen Werte im gleichen Zeitraum besprechen. Daher kann es in diesem Zeitraum zur symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen.

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