Verstärkte Akquisitionsaktivitäten im Bergbausektor erwartet : BlackRock will von steigenden Finanzierungsengpässen bei kleineren Rohstofffirmen profitieren

Minenarbeiter auf dem Weg zur Arbeit

Minenarbeiter auf dem Weg zur Arbeit

Ein Engpass an Bankfinanzierungen für Bergbaufirmen mit kleiner und mittlerer Marktkapitalisierung biete dem größten Vermögensverwalter der Welt BlackRock „gewaltige“ Chancen, um günstig im Rohstoffsektor einzusteigen und hohe Renditen zu erzielen, erklärte das Unternehmen.

Nach Ansicht von Evy Hambro, BlackRocks Leiter der Investmentabteilung im Bereich Rohstoffe besteht ein akuter Finanzierungsengpass für Minenfirmen mit nur einem Projekt und für Unternehmen, die sich in der fortgeschrittenen Entwicklungs- bzw. der frühen Produktionsphase befinden, da viele Banken sich einfach weigern würden, Kredite zur Verfügung zu stellen.

Kleinere Bergbaufirmen oder solche, deren Projekte noch nicht die Produktion erreicht haben, würden in der Regel in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten Probleme bekommen, sich frisches Kapital zu besorgen. Doch aktuell sei die Situation besonders angespannt, da das unter Druck geratene Bankensystem Kapitalpolster anlege, um sich gegen sich verschlechternde Marktbedingungen zu wappnen. Auch der IPO-Markt sei „ausgetrocknet“, was eine weitere Finanzierungsmöglichkeit ausschließe.

Laut Hambro hätten sich viele dieser Bergbaufirmen um Kapital an BlackRock gewendet, was man als Möglichkeit nutze, die eigene Rendite zu verbessern. Es bestehe großer Widerwillen bei den Banken, diesen Firmen Kapital zur Verfügung zu stellen und wenn sie doch dazu bereit seien, seien die Konditionen sehr schlecht, so Hambro. BlackRock werde dieses Kapital zur Verfügung stellen und so den Unternehmen erlauben zu wachsen. Man werde sich das aber deutlich besser bezahlen lassen, einfach weil dieses Kapital zurzeit besonders wertvoll sei.

Wie Hambro weiter ausführt, habe sein Fonds gemäß dessen Mandat die Freiheit nicht nur in Aktien, sondern auch in Unternehmenskredite, Anleihen, Kredite und sogar in private Firmen und Royalties zu investieren. Das sei genau die gleiche Vorgehensweise wie 2009 als Unternehmen versuchten, sich zu finanzieren. Man beobachtete die Ausgabe gewaltiger Mengen an Wandelverschuldungen und man habe diese im großen Stil gekauft.

BlackRock hat bereits Firmen wie das Eisenerzunternehmen African Minerals unterstützt, das sich Anfang des Jahres fast 420 Mio. Dollar lieh, um sein Hauptprojekt Tonkolili zu finanzieren. Tonkolili verschiffte vergangenen Monat das erste Eisenerz.

Hambro erklärte, dass die Finanzierungsklemme zu einer weiteren Zunahme der Fusions- und Akquisitionsaktivitäten führen werde, da die Banken zwar den kleineren Unternehmen des Rohstoffsektors keine Kredite bewilligen, den Großen der Branche aber weiterhin Kapital zur Verfügung stellen würden. Die Schwäche der breiteren Aktienmärkte hätte die Bewertung vieler Firmen deutlich sinken lassen, während gleichzeitig langfristig positive Ausblicke die Chancen auf lukrative Deals steigen lassen würden.

Laut BlackRock gibt es in der traditionellen Diskussion – kaufen oder selber bauen – eine starke Tendenz gegen die Entscheidung Investitionen in die Entwicklung neuer Projekte von Grund auf zu tätigen. Nach Ansicht von Hambro seien Aktien heute ein wesentlich billigerer Weg, das Geschäft auszuweiten als Investitionen in neue Assets – und zudem wesentlich weniger riskant. Es bestehe die Aussicht auf beträchtliche Fusions- und Akquisitionsaktivitäten im Bergbausektor.

Der Sektor wartet schon länger auf einen Akquisitionsboom auf Grund der gesunkenen Aktienkurse. Bislang ist eine wirkliche Welle an Übernahmen noch nicht zu beobachten, auch wenn kürzlich Rio Tinto den Uranexplorer Hathor Exploration erwarb und der polnische Kupferproduzent KGHM erst diese Woche bekannt gab, die kanadische Quadra FNX für 3 Mrd. Dollar übernehmen zu wollen.

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