2. Stuttgarter Rohstoffkonferenz: Rohstoffe und Rohstoffinvestments – Interessante Vorträge und ein voller Saal

2. Stuttgarter Rohstoffkonferenz

2. Stuttgarter Rohstoffkonferenz

Trotz des sommerlichen Wetters und des anstehenden EM-Viertelfinales Deutschland Griechenland: Die 2. Stuttgarter Rohstoffkonferenz, die am vergangenen Freitag im Hotel Le Meridien stattfand, war sehr gut besucht. Rund 400 Rohstoffinteressierte lauschten gespannt den informativen und spannenden Vorträgen. Nicht zuletzt Topredner Dirk Müller, auch bekannt als Mr. Dax.

Den Anfang machte aber Herr Markus Mezger von der Tiberius Asset Management AG, der sich des Themas „Die fundamentalen Perspektiven von Rohstoffen im Spannungsfeld von Wirtschaftskrise und Vermögensinflation“ annahm. Kurz zusammengefasst: Wir befinden uns nicht in einer Weltwirtschaftskrise und auch bei den Rohstoffen ist die gefühlte Lage schlechter als die tatsächliche.

Herr Mezger widmete sich aber nicht nur der aktuellen Lage an den Märkten, sondern ging auch auf die Besonderheiten bei der Bewertung von Rohstoffpreisen ein und widmetet sich dabei sowohl den Edel- als auch den Industriemetallen.

Einen etwas anderen Ansatz zum Thema Rohstoffe verfolgte Professor Dr. Gregor Borg, der den Lehrstuhl für Petrologie und Lagerstättenforschung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg innehat und im Aufsichtsrat der Deutsche Rohstoff AG tätig ist.

Er widerlegte sehr eindrucksvoll die These, dass eine 100%-ige Recyclingrate von Rohstoffen möglich sei und damit in Zukunft die Suche nach neuen Vorkommen überflüssig werden könnte. Denn diese von einer offiziellen „Experten“-Kommission vertretene Ansicht lässt nicht nur außer Acht, dass es wohl immer Verluste beim Recycling geben wird, sondern auch, dass die Weltbevölkerung immer weiter wächst. Das bedeutet natürlich, dass mit recyceltem Material der daraus resultierende steigende Bedarf nicht gedeckt werden kann.

Sehr interessant, wenn auch provokant, war ebenfalls der Vortrag von Marianna Gurmann von der Absolute Creative Investment Management GmbH, die den Titel „Wie wird man Millionär?“ gewählt hatte. Auch sie empfiehlt zu diesem Thema, neben anderen Möglichkeiten, Investitionen in Rohstoffe, sieht dabei aber die vielleicht größten Chancen nicht bei den Edel- oder Industriemetallen sondern bei Agrarrohstoffen bzw. bei jenen Unternehmen, welche die für deren Produktion notwendigen Düngemittel herstellen.

Frau Gurmann verfolgt bei ihren Investitionen den so genannten „Four Seasons“-Ansatz, der sich an der Kontradieff-Theorie orientiert. Kurz gesagt: Es gibt für verschiedene Anlageklassen unterschiedlich günstige Zeiträume, in denen sich eine Investition besonders lohnt. Danach sollte man als Anleger dann seine Investmententscheidungen ausrichten.

Nun, zu Mr. Dax, Dirk Müller, muss man nicht mehr viel sagen. Sein Vortrag drehte sich um den Euro und die Perspektiven des Euroraumes (auch das Thema Griechenland wurde – auch in Zusammenhang mit den anstehenden Viertelfinale – wurde erschöpfend behandelt) und brachte die Lage in der gewohnt kurzweiligen Art und Weise auf den Punkt. Unterschreiben können wir von der Redaktion von GOLDINVEST.de auf jeden Fall seine Schlussfolgerung, dass eigentlich nur ein „mutiger Schritt nach vorn“, hin zu einer wirklichen, politischen und fiskalischen Europäischen Union eine Lösung für die aktuelle Lage bringen könnte.


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