Zuviel Pessimismus im Markt?: Platin – Nachfrage soll besser als erwartet ausfallen

Platinbarren

Platinbarren

Bei Förderern von Palladium, Platin und Rhodium herrscht derzeit keine gute Stimmung. Werke werden geschlossen und Investitionen zurück gefahren. Doch die Experten der CPM Group haben gute Nachrichten für die Branche.

Die Preisentwicklung bei den Metallen der Platingruppe ist seit Ende Februar alles andere als überzeugend. Die Börsenkurse für Rohstoffe wie Platin und Palladium stehen unter Druck und haben seitdem im kleineren zweistelligen Prozentbereich für Kursverluste gesorgt. Eine jüngste Erholung, die in der Hoffnung auf bessere konjunkturelle Entwicklungen entstanden war, ist mittlerweile fast komplett wieder abverkauft. Der Preis für Platin und Palladium notiert nahe der vorherigen Verlaufstiefs.

Dabei ist der Markt eigentlich so strukturiert, dass steigende Preise möglich wären. Denn die Nachfrage nach dem wichtigsten Metall der Gruppe, Platin, liegt höher als das, was aus den weltweiten Minen geholt werden kann. Weltweit, das ist in diesem Fall vor allem Südafrika. Aus den Bergwerken der Kap-Nation kommen die größten Teile der weltweiten Förderung von Metallen der Platingruppe. Und von dort kommen immer wieder Meldungen, die die Platinproduktion negativ beeinflussen. Streiks sind ein Beispiel, insbesondere der Ausstand auf dem Rustenburg-Projekt von Impala Platinum (WKN: A0KFSB). Aufgrund der schwierigen konjunkturellen Gesamtlage machen immer mehr Unternehmen, zum Beispiel Aquarius Platinum (WKN: A0M8R4), Standorte dicht oder stellen Investitionen zurück. Man rechnet nicht damit, dass sich der Platinpreis nach seinem jüngsten Rückgang kurzfristig erholen wird.

Die Frage ist, ob dies zu pessimistisch gedacht ist. Unbestritten ist, dass bei Platin vor allem der Konjunkturverlauf einen massiven Einfluss auf die Nachfrage hat. Im Fokus steht dabei besonders die Automobilindustrie, die neben der Schmuckbranche große Teile der Jahresproduktion von Platin aufkauft. Von Bedeutung ist das Metall bei der Herstellung von Katalysatoren, sodass das Wachstum des Automarktes weltweit auf die Nachfrage nach dem Metall einen starken Einfluss hat. Aus der Branche kamen zuletzt immer wieder vorsichtige Töne. So weist unter anderem Volkswagen (WKN: 766403) auf die massiven Unsicherheiten vor allem auf dem europäischen Markt hin. Wie sich der Boom beim Autoabsatz in China fortsetzt, ist eine weitere wichtige Unbekannte in der Rechnung der Märkte.

Dennoch gehen die Experten der CPM Group davon aus, dass die klaffende Schere zwischen Angebot und Nachfrage bei Platin weiter auseinander driften wird. Zudem könnte Palladium ebenfalls in ein Angebotsdefizit fallen und der Überschuss bei Rhodium kleiner ausfallen. Ein Grund hierfür sind sicherlich die immer wieder vorkommenden Produktionsausfälle in Südafrika. Aber die CPM Group erwartet außerdem, dass die Nachfrage der Wirtschaft nach Rohstoffen aus der Platingruppe im laufenden Jahr auf einem höheren Niveau wachsen wird. Darüber hinaus kommen keine wesentlichen neuen Produktionskapazitäten bei den Bergbauunternehmen hinzu, heißt es von Seiten der Analysten.

Eine derartige Sicht der Dinge ist am Markt derzeit nicht gerade verbreitet. Realisieren sich die Prognosen, so wäre dies eine klare Unterstützung für die Preise von Palladium. Platin und Rhodium. Läuft dann auch noch wieder die Konjunktur besser, so wäre das Marktumfeld schon wieder wesentlich freundlicher.

 


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