Preisschwäche bei Edelsteinen: Diamanten – Erholung ab 2013 möglich

Afrikanische Diamanten

Die weltweite Nachfrage nach den edlen Steinen bleibt hoch

Auch Diamanten werden vom allgemeinen Trubel an den Rohstoffmärkten erfasst. Der mittelfristige Trend ist dagegen positiv.

Bei Gold oder Silber ist es sehr einfach, den Preis je Unze zu bestimmen, die Börse legt ihn problemlos fest. Bei Diamanten ist die Situation komplizierter und vielschichtiger. Der Preis hängt von der Größe der Steine ab, von der Farbe, von der Reinheit, vom Schliff und von verschiedenen anderen Faktoren. So kann man nicht einfach sagen, dass ein Karat eine bestimmte Summe kostet. Man kann jedoch einen Unterschied machen, ob es sich um geschliffene Diamanten handelt oder um Rohdiamanten.

Vor allem die geschliffenen Steine leiden derzeit unter den Marktbedingungen. Sie gelten allgemein als Symbol für Reichtum und Luxus. Dies sind zwei Eigenschaften, die in der momentanen Marktsituation nicht überall auf Gegenliebe treffen. Entsprechend zeigt sich am Markt derzeit eine klare Kursschwäche, da die Nachfrage zu wünschen übrig lässt.

Die Preisgestaltung bei den geschliffenen Steinen wird sich kurzfristig an der Situation in China und in Indien orientieren. So werden in China Geschenke jeder Art  genau unter die Lupe genommen, da es immer wieder einen Verdacht auf Korruption gibt. Hier muss man abwarten, wie die Behörden reagieren. In Indien belastet die schwache Rupie das Geschäft. In den vergangenen Monaten hat die Rupie 15 Prozent an Wert verloren. Das macht die Einfuhr von Diamanten teurer, dies führt zu einer beschränkten Nachfrage. Außerdem leiden vor allem solche Diamantenhändler unter der Situation, die Schulden in US-Dollar angehäuft haben.

Die kommenden Preise hängen jedoch auch stark vom Verhalten der großen Diamantenkonzerne Alrosa und De Beers ab. Je nachdem, wie sie ihre Produktion an den Markt bringen, kann es zu einem Überangebot kommen, was die Preise noch weiter drücken würde, oder zu einem erneuten Anstieg des Preises, wenn die Konzerne ihre Angebote verknappen. Die jüngsten Diamantenauktionen der Branchengrößen verliefen schleppend, Käufer hatten nicht so viel Interesse wie früher.

Für die Experten der RBC kann die Preisschwäche im Diamantensektor bis 2013 anhalten. Damit ist der Sektor kurzfristig auf der negativen Seite. Mittelfristig sind die Analysten jedoch bullish eingestellt. Man rechnet mit einer Erholung der Nachfrage aus China und aus Indien, was den Markt antreiben kann. Sollte der Markt anspringen, kann das Angebot an Rohdiamanten rasch knapp werden – mit entsprechenden Folgen für den Preis.

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