Entschädigung möglich?: South American Silver – Wenig Hoffnung in Bolivien

Das Escalones-Projekt von South American Silver

Das Escalones-Projekt von South American Silver

Noch ist unklar, was in Bolivien wirklich geschieht. Doch die Hoffnung auf ein Happyend wird immer kleiner.

Bei South American Silver (WKN: A0MLL6) glaubt man offenbar nicht mehr daran, dass man das Projekt von Malku Khota in Bolivien verwirklichen kann. Noch vor wenigen Monaten sprach man davon, dass das Projekt in Zentralbolivien zur Weltspitze aufschließen könne. Fördern wollte man dort vor allem Silber, Indium und Gallium. Dieser Optimismus ist inzwischen verflogen. Bei Vorstandsäußerungen ist dies zwischen den Zeilen zu lesen.

Vorstandschef Greg Johnson hält es für sehr wahrscheinlich, dass die Regierung des südamerikanischen Landes das Projekt von Malku Khota verstaatlichen wird. Ob die Gesellschaft dafür eine Kompensation bekommen wird oder ganz leer ausgeht, ist offen. Äußerungen des bolivianischen UN-Botschafters deuten darauf hin, dass das Unternehmen zumindest entschädigt werden könnte. Ansonsten überlegt Johnson laut, einen internationalen Schiedsgerichtshof anzurufen.

Die Probleme von South American Silver haben eine längere Historie. Man arbeitet seit 2007 an der Exploration der Gegend rund 200 Kilometer nördlich von Potosi, bisher hat man dort 16 Millionen Dollar investiert. Die meisten Einwohner der Region haben das Projekt befürwortet, 43 von 46 Gemeinden haben ein entsprechendes Unterstützungsabkommen unterschrieben. Mitglieder der anderen drei Gemeinden sind auf dem Gebiet von South American Silver jedoch als Kleinstbergbauern tätig und betreiben mit einfachen Mitteln den Abbau von Rohstoffen. In diesen Gruppen gibt es entsprechenden Widerstand gegen die Pläne der Nordamerikaner, da man den eigenen Bergbau früher oder später einstellen müsse. Dieser Konflikt ist eskaliert, zuletzt haben lokale Einwohner sogar Geiseln genommen, eine Person ist gestorben.

Offenbar hat die Regierung Boliviens, um die Geiselnahme zu beenden, weitgehende Forderungen der Geiselnehmer akzeptiert. Um welche Bedingungen es sich genau handelt, ist nicht bekannt. Möglicherweise gehört jedoch eine Verstaatlichung des Projektes dazu.

Sollte dieser Fall wirklich eintreten, würde sich der Ruf Boliviens bei Investoren deutlich verschlechtern. Schon jetzt steht das Land auf entsprechenden Rankings auf den hinteren Plätzen, eine Verstaatlichung des Silberprojektes wäre Wasser auf die Mühlen der Kritiker, die dem linksgerichteten Präsidenten Evo Morales eine minenunfreundliche Politik vorwerfen.

Trotz des Rückschlags hält Vorstandschef Johnson den jüngsten Kursverfall seiner Gesellschaft für nicht gerechtfertigt. Er verweist auf die hohen Cashreserven. Diese allein entsprechen fast dem derzeitigen Wert des Unternehmens. Zudem betreibt man in Chile das Kupfer-Gold-Silber-Projekt von Escalones. Im aktuellen Kurs findet das kaum Berücksichtigung.

 

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