Neue Abbaustrategie: Rainy River Resources halbiert Kosten für den Betrieb seines Goldprojekts

Bullische Aussichten – Foto: covilha, everystockphoto.com

Vor ungefähr fünf Monaten spekulierte Rainy River Resources’ (WKN A0H01Z) CEO Raymond Threlkeld, dass die Investitionskosten laut der laufenden Studie zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit für das gleichnamige Projekt des Unternehmens in den Bereich von 800 MIo. CAD steigen könnten. Das schickte den Kurs auf Talfahrt, da im vergangenen Jahr viele Anleger Juniors mit hohen Projektkosten zu meiden begonnen haben.

Doch das Worst-Case-Szenario ist ausgeblieben. Angesicht der Bedenken des Marktes hat Rainy River sich offensichtlich entschieden, das Projekt schlanker zu machen, sodass die Kosten bei knapp unter 700 Mio. CAD blieben. Gleichzeitig, das zeigt die nun veröffentlichte so genannte Scoping-Studie, hat man die Kosten für den Betrieb des Projekts über das gesamte Minenleben hinweg fast halbiert.

Das heißt, dass, obwohl die anfänglichen Investitionskosten leicht von 681 auf 694 Mio. CAD stiegen, die fortlaufenden Investitionskosten von 598 Mio. CAD auf 340 Mio. CAD gesenkt wurden. Angesichts des aktuell schwierigen Marktumfeldes, habe man sich entschlossen, führte Threlkeld aus, eine Studie zu entwickeln, die robust und vertretbar zugleich ist und die Stärken des Projekts betont. Mit anderen Worten, einen Plan für eine schlankere Grube und höhere Goldgehalte in der Mühle.

Die wichtigste Veränderung von der im November vergangenen Jahres vorgelegten Studie zu der neuen Scoping-Stuide ist, dass der durchschnittliche, für die Verarbeitung geplante Goldgehalt von 0,97 Gramm pro Tonne auf 1,45 Gramm je Tonne ansteigt. Dies soll aus Material sowohl aus dem Tage- als auch aus dem Untertagebau kommen.

Rainy River plant nun im Tagebau 69 Mio. Tonnen mit 1,26 Gramm Gold pro Tonne sowie 2,83 Gramm Silber pro Tonnen abzubauen statt wie bisher geplant 144 Mio. Tonnen mit 0,9 Gramm Gold und 1,9 Gramm Silber pro Tonne. Aus dem Untertagebau, der nun früher beginnen soll als bislang geplant, rechnet man mit 6,8 Mio. Tonnen bei 4,2 Gramm Gold und 5,3 Gramm Silber pro Tonne statt mit 6,4 Mio. Tonnen bei 3,5 Gramm Gold und 5,7 Gramm Silber je Tonne.

Rainy River senkte zudem den Mühlendurchsatz von 32.000 auf 20.000 Tonnen pro Tag, wodurch aber das Minenleben von 13 auf 16 Jahre steigt. Zudem wird die geplante Tagebaugrube 100 Meter flacher ausfallen als zunächst angedacht. Das tiefer im Boden befindliche Material soll nun Teil des Untertagebaus werden. Damit reduziert Rainy River die Menge des zu entfernenden Materials und das Verhältnis von Abraum zu Erz sowie die damit zusammenhängenden Kosten.

Der Anstieg der anfänglichen Investitionskosten, obwohl man den Umfang des Projekts reduziert hat, erklärt sich daraus, dass das nun zu verarbeitende Gestein härter ist als bislang angenommen und so die Verarbeitungskosten steigen. Insgesamt will Rainy River über die Lebensdauer der Mine 4,2 Mio. Unzen Gold – statt bislang 4,3 Mio. Unzen – produzieren. Jährlich soll so ein Ausstoß von 308.000 Unzen Gold in den ersten zehn Betriebsjahren erreicht werden. Zuvor hatte man mit 311.000 Unzen pro Jahr gerechnet.

Das Unternehmen schätzt den Nettokapitalwert des Rainy River-Projekts vor Steuern auf 846 Mio. CAD bei einem Risikoabschlag von 5%, was gegenüber der Studie des vergangenen Jahres eine leichte Verbesserung ist. In der ersten Jahreshälfte 2013 will Rainy River dann eine Machbarkeitsstudie für das Projekt vorlegen.

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