Vorräte schwinden: Die neue Knappheit beim Kupfer

Kupfer

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Die Situation auf dem Kupfermarkt wird enger. Noch gibt es keinen wirklichen Grund zur Sorge, doch mittelfristig müssen neue Möglichkeiten umgesetzt werden.

Zwischen 2000 und 2009 lag Kupfer noch im Schnitt 61 Tage auf Lager, bevor es benötigt wurde. 2011 lag die durchschnittliche Lagerhaltung nur noch bei 52 Tagen. Im laufenden Jahr sinkt die Zahl weiter ab. Nach bisherigen Daten steht der Wert aktuell bei 47 Tagen. Die Produktion in einigen Minen ist niedriger als bisher, zudem gibt es immer wieder größere Ausfälle auf den Anlagen, sei es durch Wartungsarbeiten, durch Unfälle oder durch Streiks.

Egal wohin man schaut, das Produktionsminus ist weltweit erkennbar. Auf der Mine von Escondida in Chile sinkt die Produktion um 75.000 Tonnen, die Grasberg-Mine in Indonesien muss einen Rückgang um 100.000 Tonnen verkraften. In Sambia liegt das Minus auf der Kupfermine von Lumwana bei 60.000 Tonnen. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen.

Trotz oder vielleicht gerade wegen dieser Rückgänge, bleibt Kupfer profitabel. Wie die Analysten der Scotiabank errechnen, liegt die Gewinnmarge im Schnitt bei 46 Prozent, Abschreibungen schon einbezogen. Diese hohe Profitabilität soll beibehalten werden. Daher schauen Minenbetreiber derzeit genau hin, ob und wo sie etwas investieren.

Darunter haben verschiedene Projekte in jüngster Vergangenheit leiden müssen. BHP Billiton (WKN: 850524) und andere Branchengrößen zögern bei neuen Investitionen oder legen sie gleich ganz auf Eis. Man fürchtet dabei neben niedrigeren Margen aufgrund sinkender Rohstoffpreise auch einen Anstieg der Kapitalkosten. Hier rechnet man für das laufende Jahr mit einem Plus von 15 bis 20 Prozent. Zudem geht es auch bei den operativen Kosten immer weiter nach oben. Derzeit werden dafür 15 Prozent Steigerung pro Jahr angesetzt. Neben den bergbauspezifischen Kosten trägt der schwache Dollar dazu bei, dass diese Steigerungen so hoch ausfallen. Bei der Scotiabank werden 8 der 15 Prozent auf starke Fremdwährungen zurückgeführt.

All dies kann die Versorgung mit Kupfer in den kommenden Jahren beeinträchtigen. Die Versorgungssituation könnte enger werden. Da sich die Konzerne schwer tun, die Entwicklung neuer Minen zu starten, wird das Überangebot immer geringer werden. Es dauert Jahre, bis aus den Planungen eine fördernde Mine wird. Noch ist die Situation jedoch nicht bedrohlich.

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