Industrie schwächelt: Silber im kleinen Tal

Silberbarren

Silberbarren

Gegen den Trend entwickelt sich die Nachfrage nach Silber aus der Industrie. Doch die Warnlampen am Markt bleiben aus.

Die Stimmung am Silbermarkt ist allgemein positiv. Experten gehen von weiter steigender Nachfrage und höheren Preisen aus. Doch eine Analyse des Silberinstituts zeigt eine andere Seite des Marktes auf. Demnach ist zumindest die Nachfrage aus dem industriellen Bereich als verhalten anzusehen. Im laufenden Jahr soll sie sogar sinken. Schuld daran ist vor allem die Photovoltaikbranche.

454,4 Millionen Unzen Silber sollen im laufenden Jahr aus der Industrie weltweit nachgefragt werden. Das wäre ein Minus von 6 Prozent im Vergleich zu 2011. Eine Überraschung ist dies nicht. Vor allem der Jahresanfang war äußerst schwach. Viele Schlüsselmärkte haben deutliche Bremsspuren gezeigt. Für das zweite Halbjahr sehen die Experten jedoch ein klares Aufwärtspotenzial. Die Delle ist somit nur vorübergehend, so die Analysten. 2013 soll sie schon wieder aufgefangen werden, dann soll sich der Markt erholen – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Nachfrage. Es wird erwartet, dass die Silbernachfrage im kommenden Jahr auf rund 484 Millionen Unzen ansteigen wird.

Silber wird in der Industrie vor allem in der Photovoltaikbranche genutzt. Es folgen die Autoindustrie, die Kommunikationsbranche sowie die Produzenten von Computern und Laptops. Die Autobranche soll 2012 eine Nachfrage von 50 Millionen Unzen Silber haben. Die Computerindustrie soll die Schwelle von 5 Millionen Unzen überschreiten, in Handy und Smartphones werden 13 Millionen Unzen Silber zum Einsatz kommen. Drastisch nach unten geht es dagegen im Photovoltaikbereich. Lag die Nachfrage dort im Vorjahr noch bei 60 Millionen Unzen, könnte sie 2012 auf etwa 40 Millionen Unzen fallen.

Vor allem China und Indien sollen mit ihrer Industrienachfrage 2013 für die Wende sorgen. Dieser Trend soll sich 2014 fortsetzen. Dann wird mit neuen Rekordwerten gerechnet. Die Analyse geht davon aus, dass die Nachfrage im übernächsten Jahr auf 511,6 Millionen Unzen ansteigen wird. Das wäre ein Plus von fast 6 Prozent. Damit wären jedoch auch die Zeiten der extremen Steigerungsraten am Silbermarkt zumindest vorläufig vorbei. Zwischen 2005 und 2010 lag das Nachfrageplus im Durchschnitt bei mehr als 50 Prozent. Davon kann derzeit keine Rede mehr sein.

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