Besser als der Rest: Goldproduzent Agnico-Eagle Mines 2012 mit herausragender Kursperformance

Untertagebau auf der Lapa-Mine von Agnico-Eagle

Untertagebau auf der Lapa-Mine von Agnico-Eagle

Agnico-Eagle Mines (WKN 860325), der fünftgrößte Goldproduzent Kanadas, hat dieses Jahr eine Kursperformance hingelegt, bei der viele Konkurrenten weltweit vor Neid erblassen dürften. Allerdings erst, nachdem man die Probleme auf der in der kanadischen Arktis gelegenen Meadowbank-Minen in den Griff bekommen hat.

Die Agnico-Aktie ist laut einem Bericht von Bloomberg News 2012 um starke 38% gestiegen. Und verbucht damit unter den 17 Goldproduzenten, die eine Marktkapitalisierung von mehr als 7 Mrd. Dollar haben, den deutlichsten Kurstanstieg, zeigen die Bloomberg-Daten. Das in Toronto ansässige Unternehmen hat nun die Gewinnschätzungen der Analysten drei Mal in Folge übertroffen und wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 33 gehandelt, hieß es weiter.

Damit steht Agnico im Gegensatz zum Rest der Goldbranche. So ist der S&P/TSX Global Gold Sector Index (SPTSGD), der 55 Unternehmen umfasst, dieses Jahr um 18% gefallen, während der Goldpreis in New York bislang um 6,6% zulegte. Barrick Gold (WKN 870450) und Newmont Mining (WKN 853823) gehören beispielsweise zu den Goldproduzenten, bei denen die Kosten schneller steigen als der Preis des gelben Metalls.

Agnico sei in der Lage, die Produktionsaufnahme neuer Minen gut zu handeln, obwohl neue Minen nie ohne Probleme anlaufen, meinen die Analysten von Maison Placements Canada. Und im Gegensatz zur Konkurrenz sei Agnico in der Lage, sich die Probleme anzuschauen und diese dann zu lösen.

Unter anderem kann der Erfolg des Unternehmens darauf zurückgeführt werden, dass es gelang, die Produktion auf der Meadowbank-Mine – der nördlichsten Goldmine Kanadas – zu verbessern und die Kosten zu senken. Der Ausstoß von Meadowbank erreichte im dritten Quartal einen Rekord und stieg im Vergleich zum Vorjahr um 42% – während die Kosten um 29% sanken.

Nur zehn Wochen pro Jahr können Nahrungsmittel, Ausrüstung und Materialien nach Meadowbank geliefert werden, bevor der Winter zurückkehrt. Das bedeutet, dass schon die kleinste Fehlkalkulation gewaltige Auswirkungen haben kann. Die Geräte müssen das ganze Jahr über in Betrieb sein, da die Temperaturen so extrem sind – sie können bis auf 50 Grad unter null fallen!

2011 war im Gegensatz zu 2012 ein schlechtes Jahr für Agnico. Die Aktie verlor 52% ihres Wertes, nachdem im März ein Feuer die Küchenanlagen auf Meadowbank zerstörte und das Unternehmen deshalb seine Produktionsprognose senken musste. Im Oktober 2011 dann musste Agnico die Produktion auf der Goldex-Mine in Quebec auf Grund instabiler Gesteinsverhältnisse und eines Wassereinbruchs auf unbestimmte Zeit einstellen.

Angesichts der bisherigen Kursgewinne sind viele Analysten allerdings der Ansicht, dass die Aktie jetzt nur noch begrenztes Aufwärtspotenzial hat. Nur sieben von 25 Analysten raten zum Kauf, 17 bewerten die Aktie mit „halten“. Zu letzteren gehören auch die Experten von Salman Partners. Sie meinen, dass die Agnico-Aktie im Moment ungefähr da gehandelt werde, wo sie hingehöre.


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