Neuer Rekord: Indien entdeckt die ETFs

Die Landwirtschaft steht in Indien in direkter Verbindung zu einer verstärkten Silbernachfrage

Die Landwirtschaft steht in Indien in direkter Verbindung zu einer verstärkten Silbernachfrage

Schon immer war Gold in Indien beliebt, nicht umsonst ist das Land Weltmeister im Goldverbrauch. Doch jetzt könnten Inder sich für eine neue Goldvariante erwärmen.

Gold zu religiösen Feiertagen, Gold zu Hochzeiten, Gold als Inflationsschutz. Das Edelmetall ist in Indien so begehrt wie in kaum einer anderen Region der Welt. So verwundert es nicht, dass Indien in den vergangenen Jahren immer Platz 1 in der Nachfrageliste nach Gold eingenommen hat. 2012 könnte China dem Subkontinent diesen Titel jedoch streitig machen.

War es bisher das echte, physisch direkt vorhandene Gold, das in Indien besonders beliebt war, so erhält dieser Trend jetzt zumindest eine Beule. Denn die Inder entdecken eine andere Goldvariante, die für sie einige Vorteile beinhaltet.

Exchange Traded Funds (ETFs) werden in dem südasiatischen Land immer bekannter. Ihr Volumen hat sich seit September 2009 um rund 87 Prozent erhöht. Inzwischen umfassen die indischen ETFs ein Volumen von 2,1 Milliarden Dollar oder 119 Milliarden Rupien. Etwa 25 unterschiedliche ETFs gibt es im Land, angeboten werden sie von 14 verschiedenen Gesellschaften. Sowohl Privatanleger als auch Gesellschaften stürzen sich auf das relative neue Investitionsvehikel. Das Verhältnis zwischen beiden Gruppen liegt bei etwa 50:50.

Im Mai 2011 hatte Anleger knapp 50 Milliarden Rupien in ETFs investiert. Erst im Juni 2012 haben die indischen ETFs die psychologisch wichtige Marke von 100 Milliarden Rupien erklommen. Im September lag das Volumen bereits bei 111 Milliarden Rupien, im November wird das Allzeithoch von 119 Milliarden Rupien erreicht.

Beobachter sehen eine robuste Entwicklung bei der Nachfrage nach ETFs in den vergangenen Jahren. Es gibt aus ihrer Sicht eine Reihe von Vorteilen beim Investment in ETFs im Vergleich zum „echten“ Gold. So ist die Sicherheit größer, da man nicht ausgeraubt werden kann. Außerdem muss auf ETFs keine Vermögenssteuer gezahlt werden, während diese ansonsten erhoben wird. Ferner kann man leichter auch kleinere Summe investieren. ETFs sind eher etwas für Anleger, um ihr Portfolio aufzuwerten, physisches Gold ist eher für Familienfeste geeignet. Allgemein wird erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Die derzeitigen Rekorde sollten somit nicht lange gültig sein.

 

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