Manager hören auf die Stimmen aus dem Markt: Goldaktien auf dem Weg zu einer besseren Kursentwicklung?

Eine Tagebau-Goldmine

Eine Tagebau-Goldmine

2012 war kein erfolgreiches Jahr für Goldaktien, die sich deutlich schlechter als die Feinunze entwickelt haben. Doch in den Chefetagen der Konzerne hat ein Umdenken stattgefunden. Rendite, Dividende und Cashflow statt Wachstum sind die neuen Schlüsselfaktoren.

Steigende Goldkurse gleich steigende Goldaktien – diese meist zutreffende Gleichung galt 2012 an der Börse nicht. Während der Goldpreis von 1.563 Dollar je Feinunze des Edelmetalls auf 1.675 Dollar und damit um 7,1 Prozent gestiegen ist, mussten die Sektoraktienindizes der Goldförderer Abschläge hinnehmen. Diese fielen alles andere als klein aus, so ist zum Beispiel der S&P/TSX Global Gold um mehr als 15 Prozent gefallen, damit so viel wie seit vielen Jahren nicht mehr. In der langjährigen Hausse des Goldpreises ist dies eine bemerkenswerte Entwicklung.

Allerdings gibt es hierfür auch eine nachvollziehbare Begründung, denn die Börsianer haben Teile ihres lange ungebrochenen Vertrauens in die Branche verloren. Dass dies so ist, liegt vor allem an den Kostensteigerungen, die viele Unternehmen der Branche zu verkraften haben. Energiepreise, Rohmaterialien, technische Ausrüstung, Ingenieursdienste und Arbeitskosten sind einige Beispiele für den Kostendruck, den die Gesellschaften im Goldsektor auszuhalten haben. In Probleme bei der Entwicklung der Aktienkurse bringt dieses Phänomen, so glauben Analysten, aber vor allem die Kurse der hochkapitalisierten Werte.

Mittlerweile hat man in der Branche begonnen, diesem Trend entgegen zu steuern, nicht zuletzt auch aufgrund steigender Interventionen von Seiten der Rohstoff-Großinvestoren. Diese sind mit dem Aktienkursverlauf verständlicherweise nicht zufrieden und nehmen Einfluss auf die Konzerne, die auf einen neuen Kurs einschwenken. Die vergangenen Monate haben bereits gezeigt, dass mehr und mehr Projekte in den Unternehmen wesentlich härteren Prüfkriterien standhalten müssen. Milliardenschwere Investitionen wurden als Folge solcher Überlegungen verschoben. Faktoren wie Cashflow und Rendite haben an Stellenwert gewonnen, nachdem die Goldbranche jahrelang auf Wachstum gepolt war. Prominentestes „Opfer“ dieser neuen Denkweise ist wahrscheinlich das Megaprojekt Olympic Dam von BHP Billiton (WKN: 850524). Doch auch von anderen „Big Guys“ der Branche kommen neue Töne, werden Kosten und Ausgaben überprüft. Keine Gesellschaft kann es sich leisten, hier nicht ihre Hausaufgaben zu machen – zu stark ist der Druck des Kapitalmarktes geworden.

Für Investoren ist diese Entwicklung, die sich abzeichnet, positiv: Die neue Denkweise in den Unternehmen kann der Anfang vom Ende der negativen Performance der Goldaktien im Vergleich zum Goldpreis sein. Für Anleger könnte es daher interessant sein, auf diesen neuen Trend zu setzen. 2013 werden Großinvestoren vor allem darauf achten, welche Fortschritte Goldförderer dabei machen, die Kostenentwicklung und Investitionen im Zaum zu halten. Steigende Cashflows und Ausschüttungen in Form von Dividenden werden ebenfalls ein großes Thema für die großen Geldanleger werden. Goldkonzerne, die hier überzeugen können, haben daher gute Chance auf eine überproportional starke Entwicklung der eigenen Aktienkurse.

 

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