Barclays: Durchschnittlicher Kupferpreis könnte 2013 um 18% steigen

Kupfer findet sich als Leiter in vielen elektronischen Schaltkreisen

Kupfer findet sich als Leiter in vielen elektronischen Schaltkreisen

Nach einem Berechnungsmodell der Analysten von Barclays Capital könnte der durchschnittliche Kupferpreis 2013 auf 9.600 USD pro Tonne steigen und dabei ein Hoch von 10.300 USD pro Tonne verbuchen – vorausgesetzt die chinesische Wirtschaft wächst im laufenden Jahr um 9%.

Ein Durchschnittspreis von 9.600 USD pro Tonne Kupfer würde einen Anstieg von 18% gegenüber dem Vorjahr bedeuten und um 21% über dem Basisszenario der Bank liegen. Und das, obwohl Rohstoffinvestoren, Produzenten und Verbraucher vor weniger als sechs Monaten noch Angst vor einer „harten Landung“ der Wirtschaft der Volksrepublik hatten.

Allerdings, so Barclays, sei das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2012 bereits wieder auf 7,8% gestiegen und man erwarte, dass sich dieser Trend im laufenden Jahr fortsetzen werde. Eine Stabilisierung der Wirtschaft, steigende Infrastrukturinvestitionen und ein Anstieg der Inlandsnachfrage könnten sich nach Ansicht der Analysten nach dem 12. Nationalen Volkskongress im März positiv auswirken.

Sie nehmen an, dass bei einem Wirtschaftswachstum von 9% die Nachfrage nach veredeltem Kupfer 2013 im Reich der Mitte um 9,5% auf fast 9 Mio. Tonnen steigen wird, während man im Basisszenario noch von einem Plus von lediglich 7,9% ausging. Der weltweite Kupferverbrauch könnte so um 4,9% auf fast 21 Mio. Tonnen steigen, sodass sich auch 2013 ein kleines Angebotsdefizit von 170.000 Tonnen ergeben könnte, rechnen die Analysten vor.

2012 war China für 41% der Nachfrage nach veredeltem Kupfer verantwortlich, und Barclays geht davon aus, dass es dieses Jahr 43% sein werden. Zwar hätten die Bestände in den chinesischen Zollagern mittlerweile ein Volumen von mehr als 800.000 Tonnen erreicht, doch könnte ein schnelles Nachfragewachstum diesen Überhang rasch abbauen.

Und Barclays geht in der neuen Analyse des Kupfermarktes nicht davon aus, dass sich an der Angebotssituation etwas ändert, insbesondere, da sich auf der Angebotsseite sinkende Metallgehalte, Projektverzögerungen, Streiks und technische Probleme auswirken würden.


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