Aktien könnten wieder mehr Kapital auf sich ziehe: Gold – Wie fallen die Quartalszahlen in der Branche aus?

Goldbarren

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Nach einem Jahr steigender Kosten und voller operativer Probleme bei vielen nordamerikanischen Goldproduzenten wird der Sektor 2013 wahrscheinlich versuchen, die Messlatte niedrig zu hängen, um dann die eigenen Prognosen zu übertreffen. Jetzt, da die Aktien vieler Unternehmen der Goldbranche attraktiv bewertet sind, glauben die Analysten von RBC Capital Markets, dass eine verbesserte operative Performance wieder mehr Kapital in Goldaktien fließen lassen könnte.

Die Experten führten gleich mehrere mögliche Maßnahmen an, die zu steigenden Kursen führen könnten. Ihrer Ansicht nach gehören dazu das Management der Kostensteigerung im Vergleich zum Vorjahr, die Verschiebung großer aber für die Unternehmensentwicklung eher unwesentlicher Projekte, die verstärkte Zuteilung von Kapital auf kleinere Minen mit höheren Renditen sowie die Nutzung überschüssigen Kapitals zur Anhebung von Dividenden. Auch die Auffüllung der Reserven durch erfolgreiche Exploration hält RBC für einen wichtigen Faktor.

Die kanadischen Analysten sagen für 2013 einen Anstieg der operativen Gesamtkosten der Goldbranche von 10% hervor, da niedrigere Gehalte abgebaut würden, was zu höheren Investitionsausgaben und Betriebskosten führen werde.

Wie RBC weiter ausführte, habe Branchengigant Newmont Mining (WKN 853823) bislang mit +6% die niedrigste Schätzung in Bezug auf den Kostenanstieg abgegeben, worin aber anscheinend keine Puffer für unvorhergesehene Ausgaben enthalten seien. In der Peer Group werde eher mit einem Anstieg der Kosten um 10 bis 12% gerechnet, so RBC.

Die Analysten wagten zudem einen Ausblick auf die Ergebnisse des vierten Quartals, wobei sie Potenzial auf positive Überraschungen bei Branchenführer Barrick Gold (WKN 870450), Dundee Precious Metals (WKN A0CAN0), Timmins Gold (WKN A0KFSM)und bei Yamana Gold (WKN 357818) sehen.

Dazu könnte gehören, dass Barrick nicht zum Kernportfolio gehörende Projekte abstößt, Dundee eine höher als erwartet ausgefallen Produktion meldet und Timmins niedrigere Cashkosten für das vierte Quartal und 2013 in Aussicht stellt. Bei Yamana hofft RBC auf höhere Metallgehalte im Erz.

Schlechte Neuigkeiten halten die Experten hingegen von Agnico-Eagle Mines (WKN 860325), Allied Nevada Gold (WKN A0MRZE), Centerra Gold (WKN A0B6PD), Iamgold (WKN 899657), Kinross Gold (WKN A0DM94), Semafo (WKN 898253) und Lake Shore Gold (WKN 165110) für wahrscheinlich.

Bei Agnico-Eagle sieht RBC die Gefahr höherer Kosten im ersten Halbjahr 2013, während bei Allied Nevada ein niedriger als erwartet ausfallender Cashbestand drohe. Die Analysten erwarten zudem, dass Centerra eine Abschreibung in Höhe von 190 Mio. USD in Bezug auf die Untertageentwicklung seiner Kumtor-Mine vornehmen wird. Sie gehen davon aus, dass das den Markt überraschen wird.

In Bezug auf Iamgold weist RBC darauf hin, dass das Unternehmen angedeutet habe, einen höheren Goldpreis bei der Bewertung seiner Reserven verwenden zu wollen. Das bedeute, hier bestehe das Potenzial auf einen deutlichen Rückgang der Gehalte – selbst wenn die Reserven von Iamgold steigen sollten.

Die RBC-Analysten glauben zudem, dass sowohl Lake Shore als auch Kinross sich 2013 höheren Betriebskosten gegenüber sehen könnten, während sie bei Semafo negative Überraschungen auf Grund von Abschreibungen, Steuern oder Minderheitenbeteiligungen erwarten.


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