Sparanstrengungen der Goldbranche eine Modeerscheinung?: Mark Bristow – Randgold Resources sollte im Idealfall ein mittelgroßer Produzent bleiben

Goldbarrenguss auf der Morila-Mine von Randgold Resources

Guss eines Goldbarrens

Randgold Resources (WKN A0B5ZS), hauptsächlich in Afrika tätig, will auch in Zukunft ein mittelgroßer Goldproduzent mit guten Dividendenausschüttungen bleiben. Insbesondere auch angesichts eines weltweit schwierigen Umfelds für Bergbauunternehmen mit steigenden Kosten und schwierigen Finanzierungsbedingungen.

Wie CEO Mark Bristow im Rahmen der Bergbaumesse PDAC in Toronto erklärte, sollte nach mehreren Jahren mit einem Goldpreis von über 1.000 USD pro Unze jedes mittelgroße Goldunternehmen, das auch produziert, mittlerweile ausreichend freien Cashflow generiert haben, um Wachstumsprojekte zu finanzieren.

Laut Bristow könnte Randgold es sich theoretisch leisten, alle fünf Jahre eine neue, 600 Mio. Dollar teure Mine zu errichten und gleichzeitig attraktive Dividenden auszuschütten. Das Unternehmen hatte erst im Februar seine Jahresdividende für 2012 um 25% auf 50 Cent pro Aktie angehoben, nachdem man 2011 noch 40 Cent pro Anteilsschein gezahlt hatte. Solange Randgold 600 bis 700 Mio. Dollar auf der Bank habe, mit denen man arbeiten könne, führte Bristow weiter aus, sei der glücklich damit, den Rest als Dividenden zu verteilen.

Der Randgold-CEO betonte zudem, dass sich sein Unternehmen als guten, potenziellen Joint Venture-Partner für Junior-Firmen betrachte. Das Unternehmen, das derzeit die 990 Mio. Dollar teure Kibali-Goldmine in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) errichtet, werde allerdings neue Projekte erst ab einer Ressourcenbasis von drei Millionen Unzen in Betracht ziehen.

Anfang Dezember 2012 war Randgold eine Explorationskooperation mit der kanadischen Kilo Goldmines (WKN A0X8JV) eingegangen. Gemeinsam will man Kilo Goldmines Explorationslizenz KWR Iron Sprl auf Goldvorkommen untersuchen. Randgold wird dabei die gesamten Explorationsaufwendungen tragen und dafür einen Anteil von 51% an dem Projekt erhalten.

Bristow, der knapp unter 1% an Randgold hält, ging in Toronto zudem auf eine Reihe von „Modeerscheinungen“ ein, die seiner Ansicht nach derzeit die Goldbranche plagen. Dazu zählt Randgolds CEO auch die derzeitige Ausrichtung der Branche auf „Kapitaldisziplin“, die er als fehlgeleitet betrachtet.

Das sei nur ein Trend geworden, da die Anleger versuchten Geld zurückzuerlangen, dass sie durch schlechte Investments verloren hätten, so Bristow. Man sei schließlich im Geschäft der Rohstoffförderung. Da müsse man fortwährend in die Exploration investieren, um ausgebeutete Reserven zu ersetzen. Und gerade die Exploration falle in der Regel als erstes den Sparmaßnahmen zum Opfer.

Bristow erklärte auch, wohl nur halb scherzhaft, dass die nächste Mode vermutlich die Entflechtung der Großunternehmen der Minenbranche sein werde, da diese auf Grund ihrer komplexen Kapitalstruktur weniger wirtschaftlich geworden seien. Und deshalb, so Bristow weiter, würde er es vorziehen, wenn Randgold bei einer Produktion von 1,5 bis 2 Mio. Unzen pro Jahr bleiben würde. Denn das würde eine „echte Wertschöpfung“ ermöglichen.

Im vergangenen Jahr förderte Randgold Resources 794.844 Unzen Gold. 2015 will man dann 1,2 Mio. Unzen des gelben Metalls pro Jahr produzieren.

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