Goldpreisanalyse: Sprott – Société Générale weiß nicht, wovon sie spricht

Goldbarrenguss

Goldbarrenguss

Die französische Großbank Société Générale ist mit Sicherheit bei Goldbullen nicht beliebt. Anfang des Monats veröffentlichten die Analysten einen Bericht, in dem es hieß, dass der lange Bullenmarkt des gelben Metalls zu Ende sei und der Goldpreis bis Ende des Jahres auf nur noch 1.375 USD pro Unze fallen könnte.

Doch jetzt meldet sich die kanadische Sprott Asset Management zu Wort und bescheinigt den französischen Analysten, dass sie nicht wissen, wovon sie reden. Zusammengefasst erklärt Sprott, dass Gold Geld ist und sich deshalb nicht wie ein „normaler“ Rohstoff verhält. Und deshalb liege die SocGen einfach falsch.

Der Markt, der schlussendlich richtet, scheint bislang eher auf der Seite der SocGen zu stehen. Der Goldpreis ist zuletzt weiter unter Druck geraten, auch wenn er sich aktuell erst einmal bei rund 1.575 USD behaupten kann. Allerdings ist die Entscheidung noch nicht gefallen, sodass sich erst zeigen wird, welche Seite Recht hat.

Die Société Générale jedenfalls betrachtet Gold als Blase, die auf Grund von Überangebot und überhöhten Bewertungen in Kürze platzen dürfte. Deshalb glaubt man, dass der Goldpreis weiter fallen wird. Sprott aber ist der Ansicht, dass Gold kein Rohstoff ist, da es nicht verbraucht wird wie Getreide oder Öl, und deshalb nicht als solcher analysiert werden sollte.

Wie die Experten von Sprott Asset Management ausführen, könne das Goldangebot nur marginal wachsen, während die Menge des Papiergeldes durch die Programme der Zentralbanken exponentiell steigen werde. Deshalb sei Gold so wichtig, da es die einzige „Währung“ sei, die nicht durch Regierungen abgewertet werden kann.

Sprott glaubt, dass der beste Indikator für die zukünftige Entwicklung des Goldpreises das Wachstum der Bilanzen der großen Notenbanken ist, die immer mehr Geld drucken. Da die Menge an US-Dollar, Yen oder Euro steige, sollte der Goldpreis in diesen Währungen ebenfalls steigen. Nach einer Analyse der Experten treibt jede neue Billion an Zentralbankgeld den Goldpreis im Durchschnitt um 210 USD pro Unze nach oben.

Auch Japan hat zuletzt begonnen, im großen Stil Geld zu drucken und Sprott geht davon aus, dass sich das positiv auf den Goldpreis auswirken wird. Insbesondere da diese Geldspritze im Verhältnis zur Größe der japanischen Wirtschaft enorm sei. Allein die umgerechnet 75 Mio. USD, die die Bank of Japan pro Monat drucken wird und die 85 Mrd. USD, die die US-Notenbank pro Monat in den Markt drückt, würden, so die Experten, dazu führen, dass die Bilanzen der Zentralbanken in den kommenden zwölf Monaten um 1,97 Billionen USD anschwellen.

Angesichts der Entscheidung der japanischen Notenbank hinterfrage man ernsthaft, wie die SocGen glauben könne, dass Gold bis Ende des Jahres auf 1.375 USD pro Unze fallen könnte. Damit das passiere, müsste die Bilanzsumme der Notenbanken um rund 15% sinken. Glaube die Société Générale wirklich, dass die US- oder eine andere Notenbank ihr Stimulusprogramm einstelle und dann aggressiv Assets aus ihrer Bilanz verkaufe, fragt sich Sprott.

Afghanistan hofft darauf, seine Wirtschaft durch die Nutzung seiner Bodenschätze zu stützen, wenn die NATO-Kräfte 2014 das Land verlassen. Derzeit allerdings liegen die Umsätze aus dem Bergbau in dem Land lediglich bei 146 Mio. Dollar pro Jahr. Ab 2024 aber, schätzt das Finanzministerium, soll das Minengeschäft der Regierung 4 Mrd. Dollar und der Wirtschaft insgesamt 20 Mrd. Dollar einbringen.


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