Nordamerika: Der Kostendruck scheint auf dem Rückzug

Bergbau

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Die meisten Bergbaumanager können das Wort Kostendruck wohl kaum mehr hören. Eine Studie zeigt aber, dass die Branche in den USA und Kanada auf bessere Zeiten hoffen darf. Offenbar hat die Branche begonnen, ihre „Hausaufgaben“ ernst zu nehmen.

Für die von hohen Kosten gebeutelte nordamerikanische Bergwerksindustrie gibt es gute Nachrichten. In einer Untersuchung hat Cowen Securities festgestellt, dass die Kosten in der Branche im Jahr 2012 ihren Höhepunkt gesehen haben könnten. Die Studien haben ergeben, dass die Kosteninflation in den USA sich im vergangenen Jahr auf rund 2,3 Prozent verringert hat, nachdem 2010 und 2011 noch deutlich höhere Werte auf den Niveaus der Jahre 2004 bis 2008 verzeichnet wurden. Dazwischen kam es zu einer Beruhigung als Folge der harten Auswirkungen der US-Finanzmarktkrise.

In den beiden traditionellen nordamerikanischen Bergwerksnationen ist die Gesamtsituation etwas differenziert. In Kanada, so Cowen Securities, haben sowohl operative Kosten als auch Kapitalkosten im Februar bzw. März des vergangenen Jahres ihre Höchststände erreicht. Dagegen sei es in den USA noch nicht klar, ob die Kapitalkosten wirklich bereits auf dem Rückzug seien. Weite Teile des vergangenen Jahres hindurch seien die Kosten stabil geblieben, leichte Topbildungstendenzen hätten sich gegen Jahresende gezeigt, so die Marktbeobachter.

Nicht nur bei den Kapitalkosten scheint die Situation in den USA für die Bergwerkskonzerne etwas schwieriger zu sein als anderswo. Auch die operativen Ausgaben drücken die Minengesellschaften vergleichsweise stärker. Cowen Securities führt dies auf eine Reihe von Kostenfaktoren zurück, unter anderem die Preise für Energie, Reagenzien und Mahlkörper.

Trotz der leicht divergierenden Entwicklung in den beiden Staaten scheint sich abzuzeichnen, dass der Kostentrend gedreht hat oder sich zumindest abflacht. Der Hintergrund für diese Entwicklung dürfte auch eine größere Disziplin vieler Konzerne bei der Kontrolle der Ausgaben sein. Einige Managementwechsel waren zu verzeichnen, die ein neues Kostenbewusstsein geprägt haben könnten. Nicht zuletzt allerdings gab es in den vergangenen Monaten auch reichlich Druck vom Kapitalmarkt auf die Gesellschaften. Anleger sind vor allem im Goldsektor nicht zufrieden mit der Kursentwicklung vieler Aktien, fordern von den Unternehmen daher bessere Profitabilität, höheren Cashflow und lukrativere Dividenden.

Cowen Securities glaubt daher auch, dass der verbesserte Trend bei der Kostenentwicklung vor allem für Goldaktien besonders von Interesse sein dürfte. Die Entwicklung der Ausgaben, sei es für die Verarbeitung einer Tonne Erz oder auch die Herstellungskosten pro Unze, sorgen für höhere operative Gewinnspannen bei den Goldförderern. Den größten Effekt, so prognostiziert Cowen Securtities, werde man vor diesem Hintergrund bei Unternehmen sehen, die vornehmlich in Nordamerika fördern und sich mit Hochkosten-Projekten beschäftigen. Die Experten nennen hier vor allem Gesellschaften wie Kinross Gold (WKN: A0DM94), Newmont Mining (WKN: 853823) sowie Yamana Gold (WKN: 357818) als Beispiele.


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