Nach dem langen Kursrutsch: Silber und die Chancen auf eine Bodenbildung

Silberbarren

Silberbarren

Der Silberpreis hat sich den deutlichen Verlusten beim Gold nicht entziehen können. Seit Monaten geht es abwärts. Nun allerdings ist eine starke Unterstützung erreicht und es gibt weitere Anzeichen, dass das Edelmetall Chancen auf wieder steigende Notierungen hat.

Letzte Zahlen haben es deutlich gezeigt: Vor allem bei Geldanlegern ist Silber derzeit wesentlich beliebter als Gold. Im ersten Quartal hatten zum Beispiel Gold-ETFs mit herben Geldabflüssen zu kämpfen, zugleich floss in diesem Sektor aber Geld in Silberinvestments. Rekordqualität hat derzeit die Nachfrage nach Silbermünzen, wie aus den jüngsten Zahlen der U.S. Mint hervor geht.

Trotzdem hat sich der Silberpreis in den vergangenen Wochen nicht der Abwärtsbewegung des Goldes entziehen können und ebenfalls an Wert verloren. Dass zuletzt die Deutsche Bank ihre Preisprognose für 2013 auf 31 Dollar gesenkt hat, trug nicht zur guten Stimmung bei. Doch immerhin signalisiert die Silberpreisprognose der Bank Aufwärtspotenzial. Die Feinunze des Edelmetalls notiert am Donnerstag bei Kursen um 27,43/27,70 Dollar, nicht weit darunter wurde Anfang April bei 26,65 Dollar das bisherige Tief der Abwärtsbewegung verzeichnet, die Anfang Oktober 2012 bei 35,39 Dollar ihren Anfang genommen hat.

Charttechnisch ist der Silberpreis damit, ähnlich wie die Feinunze Gold, an einer extrem starken Unterstützung nach oben abgeprallt. Beim Silber zeigt sich diese im Bereich oberhalb von 26,07 Dollar und reicht bis in die Zone um das jüngst erreichte Verlaufstief. Bereits seit Januar 2011 und damit seit mehr als zwei Jahren kann der Preis des Metalls an dieser Marke regelmäßig Abwärtsbewegungen abfangen und nach oben drehen. Vor diesem Hintergrund ist es logisch, dass auch diesmal Spekulationen um eine Trendwende laufen. Sollte die Feinunze Silber Sprünge über die verschiedenen charttechnischen Hindernisse zwischen 27,96 Dollar und 29,35/29,62 Dollar schaffen, wäre eine solche Trendwende bestätigt. Bereits ein Anstieg über 27,96/28,35 Dollar würde die charttechnische Lage des Metalls deutlich verbessern.

Mit ihrer Flucht aus dem Gold und den gleichzeitigen Investments in Silber könnten Investoren allerdings einen Gezeitenwechsel bei Gold und Silber einläuten. Verhielten sich die beiden Feinunzenpreise zuletzt mit hoher Korrelation zueinander, könnte die weitere Entwicklung auseinander driften. Die Investments im Silber sind zugleich eine „Wette“ auf einen besseren Verlauf der Weltkonjunktur. Nicht vergessen werden darf, dass die Nachfrage nach Silber außerhalb der Schmuckfabrikation wesentlich stärker industriell geprägt ist als beim Gold. Entsprechend reagiert die Silbernachfrage aus der Wirtschaft wesentlich stärker auf konjunkturelle Schwankungen. Interessant dürfte daher vor diesem Hintergrund sein, wie sich die Silbernachfrage aus Asien, hier insbesondere aus China entwickelt. Findet die Konjunktur dort Tritt, wäre dies ein wichtiges Argument für steigende Silberpreise.


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