Aktuelle Sitzung des Offenmarktausschusses: US-Notenbank behält sich Ausweitung von QE3 vor

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US-Dollarnote

Die US-Notenbank erklärte in ihrer gestrigen Sitzung, dass man damit fortfahren werde, Anleihen im Wert von 85 Mrd. USD pro Monat aufzukaufen, um die Zinsen niedrig zu halten und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Sollte es nötig sein, werde man diese Maßnahmen sogar noch ausweiten, um die Wirtschaft zu schützen, hieß es.

Die Fed, die das Wachstum der US-Wirtschaft ähnlich wie bei ihrem letzten Treffen als „moderat“ bezeichnete, äußerte sich besorgt, dass sich die in Washington beschlossenen Sparmaßnahmen hindernd auswirken könnten. Die Fed-Mitglieder wiesen zwar auf Verbesserungen bei den Bedingungen am Arbeitsmarkt hin, wiederholten aber, dass die Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten immer noch zu hoch liege und man weiter Anleihen kaufen werde, bis sich der Ausblick für den Arbeitsmarkt signifikant verbessere.

Die Fiskalpolitik der US-Regierung schränke das Wirtschaftswachstum ein, hieß es aus dem Offenmarktausschuss der US-Zentralbank in der Abschlusserklärung zur aktuellen Sitzung. Man sei bereit, das Ausmaß der Stimulusmaßnahmen zu erhöhen oder zu verringern, um der Politik gerecht zu werden.

Einige Beobachter zeigten sich erstaunt, dass die Erklärung der Fed keine deutlichere Anerkennung der jüngst schwächer ausgefallenen Wirtschaftsdaten enthielt. Analysten hatten bis vor kurzem damit gerechnet, dass die US-Notenbank im aktuellen, QE3 genannten Programm insgesamt Anleihen im Wert von 1 Billion USD kaufen werde, sodass schon in der zweiten Jahreshälfte mit einer Abschwächung von QE3 zu rechnen gewesen wäre.

Das scheint jetzt erst einmal unwahrscheinlich. Experten sind der Ansicht, dass eine Abschwächung des aktuellen Anleihenkaufprogramms derzeit stark in den Hintergrund gerückt sei und damit nicht vor 2014 zu rechnen ist.

Das Wachstum der US-Wirtschaft hatte sich zwar im ersten Quartal 2013 im Vergleich zum sehr schwachen Abschlussquartal 2012 deutlich erholt, war mit 2,5% aber hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Und nun rechnen Experten bereits wieder mit einem schwächeren zweiten Quartal.

Zwar zeigt der Häusermarkt in den Staaten weiter Zeichen der Stärke, doch läuft es in der Industrie deutlich weniger gut. Ein gestern veröffentlichter Bericht zeigte, dass die industrielle Aktivität in den USA im April kaum wuchs. Und der Arbeitsmarkt, im Zentrum der Bemühungen der US-Notenbank, ist weiterhin angeschlagen. Im März wurden nur 88.000 neue Jobs geschaffen, während am Mittwoch veröffentlichte neueste Zahlen zeigten, dass es auch weiterhin schlecht um Neueinstellungen bestellt ist.

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