Südafrika macht Sorgen: Holmes sieht gute Gründe für Goldaktien

Goldbarren

Goldbarren

In seinem wöchentlichen Blick auf den Goldmarkt erkennt Experte Frank Holmes wieder Chancen und Risiken für das Edelmetall. Ein besonderes Augenmerk geht in dieser Woche nach Südafrika.

In dem wichtigen Bergbauland Südafrika könnten neue Streiks drohen. Die bedeutendsten Bergbaugewerkschaften sitzen mit den Produzenten an einem Tisch, um über die Entwicklung der Löhne zu diskutieren. Die Forderung der Gewerkschaften ist deutlich: Man will Lohnaufschläge im zweistelligen Prozentbereich. Für Außenstehende ist dies eine unrealistische Forderung. Die Kosten sind in Südafrika zuletzt schon stark gestiegen, die Preise für die verschiedensten Rohstoffe sind hingegen klar gefallen. Höhere Löhne würden die Kostenspirale weiter nach oben drehen und die Profite immer kleiner ausfallen lassen. Die Uneinigkeit zwischen den beiden Verhandlungsgruppen könnte für das ganze Land von Nachteil sein. Neue Streiks könnten anstehen.

Dabei sieht Holmes derzeit eigentlich sehr viele positive Aspekte für Gold und Aktien von Goldförderern. So steigt die Nachfrage nach dem Edelmetall in China und in Indien sehr deutlich an. Die Statistik zeigt, dass die Importe aus Hongkong nach China im März von rund 63 metrischen Tonnen auf 223,5 metrische Tonnen angestiegen sind. Auch in Indien ist ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen. Das gibt Hoffnung für die künftige Entwicklung.

Der immer wieder als bearish charakterisierte Peter Schiff, Chef von Euro Pacific Capital, gehört nun auch zu den Fans von Gold. Er glaubt, dass der Goldpreis wieder ansteigen wird. Die Notenpressen arbeiten immer schneller, dies stützt die Fundamentaldaten für Gold.

Holmes selber verweist darauf, dass Goldaktien momentan eine äußerst günstige Bewertung haben. Seit den Tiefen der Krise 2008 sind sie nicht mehr so billig gewesen wie in diesen Tagen. Zudem achten Goldförderer immer mehr auf ansprechende Dividendenzahlungen. Dafür sind sie in der Vergangenheit heftig kritisiert worden. Man hat daraus gelernt und die Ausschüttungsquoten klar angehoben. Das macht die Aktien attraktiver. Einige Experten nennen die Entwicklung sogar spektakulär. Bei den 20 größten Goldförderern haben sich die Dividenden in den vergangenen 15 Jahren im Schnitt um jährlich 16 Prozent erhöht. Der Goldpreis schafft hingegen „nur“ ein Plus von 12 Prozent pro Jahr. Dividendenrenditen bei Goldaktien werden somit immer interessanter.

Doch es gibt auch weitere Sorgenfalten bei den Beobachtern des Goldmarktes. In Quebec werden die Steuern erhöht. Je nach Gewinn und Förderung ziehen verschiedene Modelle. Abhängig von einer Reihe von Faktoren liegt die Steuerquote bei 1 Prozent bis 28 Prozent. Man hatte zwar im Vorfeld mit noch schlimmeren Werten gerechnet, doch die Branche wird hart getroffen. Der Druck auf die Margen nimmt in Zeiten fallender Edelmetallpreise damit weiter zu.

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