Zuversicht auf Besserung: Veris Gold – Hohe Kosten, gesunkene Produktion belasten Quartalsergebnis

Die Verarbeitungsanlage der SSX Mine von Yukon-Nevada Gold auf der Jerritt Canyon-Liegenschaft

Die Verarbeitungsanlage der SSX Mine von Yukon-Nevada Gold auf der Jerritt Canyon-Liegenschaft

Der kanadische Goldproduzent Veris Gold (WKN A1J6DZ) hat im ersten Quartal 2013 auf Grund von Problemen auf seiner SSX-Steer-Mine, Teil der Jerritt Canyon-Liegenschaft, und der daraus resultierenden gestiegenen Kosten, Verlust gemacht. Shaun Heinrichs, CFO und Interims-CEO des Unternehmens, gibt sich dennoch optimistisch und erwartet ein erfolgreiches Jahr 2013.

Und es ist auch nicht zu leugnen, dass Veris Gold in den ersten drei Monaten 2013 Fortschritte gemacht hat. So wurde die anfängliche Entwicklung der ebenfalls auf Jerritt Canyon gelegenen Starvation Canyon-Mine zum Großteil abgeschlossen, sodass die Mine nun die Produktion aufnehmen konnte. Und zwar im geplanten Zeit- und Budgetrahmen. Nun wird der Abbau auf die geplanten 600 Tonnen pro Tag bei Gehalten von 7,5 Gramm Gold pro Tonne hochgefahren. Hinzu kommt, dass Mitte des Jahres die Entwicklung des Saval 4-Portals beginnt, die weitere 300 Tonnen Erz pro Tag mit Gehalten von 5,5 Gramm Gold pro Tonne erbringen soll.

Darüber hinaus hat Veris Gold zuletzt einige Toll Mining-Vereinbarungen – das Erz Dritter wird in der Anlage des Unternehmens gegen Gebühr verarbeitet – abgeschlossen, die in Zukunft den Cashflow steigern und die Kosten senken sollten. Zudem wurden die allgemeinen und Verwaltungskosten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,8 Mio. Dollar gesenkt und der Umsatz um 117% gesteigert. Die Produktion läuft stetig weiter und das Unternehmen erzielte auch einen positiven operativen Cashflow, auch wenn dieser mit 759.000 USD gering ausfiel.

Dennoch bleibt im ersten Quartal unter dem Strich ein Nettoverlust von 6,5 Mio. USD oder 6 Cent je Aktie nach minus 7,8 Mio. USD bzw. 8 Cent pro Aktie im gleichen Zeitraum 2012. Der ist vor allem auf den 5,5 Mio. USD hohen Verlust aus dem laufenden Betrieb zurückzuführen, der im gleichen Zeitraum des Vorjahres bei 5,4 Mio. USD lag. Allerdings hat sich das Minus im Vergleich zum vierten Quartal 2012 verringert. Der Verlust des ersten Quartals resultierte dabei aus der niedriger als erwartet ausgefallenen Produktion, die sich negativ auf die Bruttomargen auswirkte.

Verkauft hat Veris in den ersten drei Monaten 2013 29.776 Unzen des gelben Metalls zu einem durchschnittlichen Preis von 1.625 USD je Unze, was zu einem Umsatz von 45,4 Mio. USD führte und einen Anstieg von 117% gegenüber den 20,9 Mio. USD aus dem Vorjahresquartal bedeutet. Damals verkaufte Veris 12.800 Unzen Gold zu durchschnittlich 1.720 USD je Unze.

Produktion und Absatz des ersten Quartals 2013 lagen damit unter den Planungen des Unternehmens, da der Anlagendurchsatz im Januar und Februar niedriger ausfiel als geplant. Dann wurde die Produktion an sieben Tagen des Quartals ausgesetzt, um diese Probleme zu beheben.

Die Bruttomarge des ersten Quartals lag auf Grund des gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Ausstoßes bei 0,4 Mio. USD nach einem Minus von 0,8 Mio. USD im gleichen Zeitraum 2012. Im Vergleich zum letzten Quartal des vergangenen Jahres allerdings sank die Bruttomarge erheblich. Das war das Resultat der im Vergleich niedrigeren Produktion und der entsprechenden Inanspruchnahme der Lagerbestände aus dem Vorquartal. Kosten, die im vierten Quartal 2012 anfielen, wurden im ersten Quartal 2013 angerechnet, was zu den hohen Umsatzkosten führte.

Veris Gold will sich im Rest des Jahres nun darauf konzentrieren, eine nachhaltige Produktion von 145.000 bis 155.000 Unzen Gold von seinen drei bestehenden Untertageminen zu erzielen. Zudem arbeitet man daran, das Saval 4-Portal nördlich der SSX-Steer-Mine innerhalb der nächsten sechs Monate zu eröffnen. Das soll es erlauben, zusätzliches Erz bei vergleichbaren Gehalten für mindestens ein weiteres Jahr von dieser Quelle zu gewinnen.

Zusätzlich wird das Unternehmen versuchen, weitere Toll Mining-Vereinbarungen abzuschließen, um sicherzustellen, dass pro Tag zwischen 500 und 1.500 Tonnen Erz sowie 300 bis 500 Tonnen Konzentrat Dritter geliefert werden, was signifikante zusätzliche Cashflows und Umsätze bedeuten würde.

Um die finanzielle Lage des Unternehmens zu stärken, arbeitet das Management zudem daran, die bestehend Goldvorwärtsverkaufsvereinbarung zu restrukturieren oder möglicherweise durch eine langfristigere Finanzierung zu begleichen.


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