368.000 Unzen im ersten Monat: Hohe Nachfrage nach neuem Platin-ETF in Johannesburg

Bleskop Schacht der Platinmine Rustenburg von Anglo American in Südafrika. Bildquelle: Anglo American

Bleskop Schacht der Platinmine Rustenburg von Anglo American in Südafrika. Bildquelle: Anglo American

Die Aktien der Platinproduzenten weltweit mögen ein Tal der Tränen durchschreiten, doch die Nachfrage nach mit Platin hinterlegten börsennotierten Fonds (ETFs) an der Börsen Johannesburg ist groß.

Das kann man durchaus als ungewöhnlich bezeichnen, da es derzeit schwierig ist, den Platinmarkt mit guten Nachrichten in Verbindung zu bringen – insbesondere auf der Nachfrageseite – und da die Gold-ETFs derzeit starke Mittelabflüsse verzeichnen.

Nach Aussage der Experten von Absa Capital liegen die Bestände des kürzlich eingeführten NewPlat Exchange Traded Fund hingegen bereits bei insgesamt rund 368.000 Unzen Platin. Als dieses Produkt in der vergangenen Woche eingeführt wurde, Bestand großes Interesse, doch glauben die Experten, dass die Zuflüsse sich nun beruhigen werden. Anleger würden den NewPlat vor allem als Diversifizierungsmöglichkeit im Vergleich zu Platinaktien betrachten, hieß es weiter.

Mit 368.000 Unzen macht der neue Fonds mehr als ein Fünftel der weltweiten Bestände der Platin-ETFs aus. Im Vergleich, zum Beispiel zum als NewGold bekannten Gold-ETF von Absa Capital, der seit Jahren an der Börse Johannesburg (JSE) gelistet ist, ist das ein beachtlicher Wert für die kurze Zeit, die der NewPlat besteht. Der NewGold macht nur 2% der weltweiten Bestände der GOLD-ETFs aus, während die JSE gerade einmal 1,5% der weltweiten Marktkapitalisierung der Börsen ausmacht.

Gegenüber Gold hat Platin nach Ansicht vieler Beobachter den Vorteil, dass hier dieses Jahr die Chance auf ein Angebotsdefizit besteht. Selbst aus Europa gibt es erste, zarte Zeichen der Nachfrage aus der Industrie, die als der entscheidende Faktor für einen möglichen deutlichen Anstieg des Platinpreises gesehen wird.

Laut einem Bericht von Bloomberg stiegen die Automobilverkäufe in Europa im April zum ersten Mal seit September 2011 wieder. Das ist potenziell von Bedeutung für den Platinmarkt, da das Metall in Katalysatoren zum Einsatz kommt.


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