Agnico Eagle Mines auf der Suche: Holmes wöchentliches Statement

Abraumarbeiten auf dem Meliadine-Projekt von Agnico-Eagle Mines

Abraumarbeiten auf dem Meliadine-Projekt von Agnico-Eagle Mines

Die abgelaufene Woche hat Investoren in Gold wenig Freude gebracht. Das Edelmetall verliert rund 6,8 Prozent an Wert, Goldaktien geben um mehr als 11,7 Prozent nach.

Goldexperte Frank Holmes sieht dennoch eine Reihe von positiven Aspekten am Goldmarkt. So bleibt der indische Hunger nach Gold unverändert hoch. Auch eine höhere Steuer durch die Regierung kann nicht verhindern, dass die indische Nachfrage weiter ansteigt. Die Bank of India meldet einen Goldumsatz von 593 Millionen Dollar, ein Jahr zuvor waren es 472 Millionen Dollar. Zudem gehen auch in Shanghai (China) die Zuschläge für physisches Gold klar nach oben.

Dass die Stimmung am Markt gar nicht so gedrückt ist, zeigt sich am Beispiel von Agnico Eagle Mines (WKN: 860325). Der kanadische Goldproduzent denkt über Joint Ventures nach. Alternativ kann man sich vorstellen, außerhalb Nordamerikas Zukäufe zu tätigen.

Andere sind ebenso an neuen Goldengagements interessiert. Zijin Mining (WKN: A0M4ZR) aus China möchte die Australienaktivitäten von Barrick Gold (WKN: 870450) erwerben. Der Kursverfalls des Goldes wird dabei als perfekter Zeitpunkt für den Einstieg angesehen. Allerdings gibt es noch kein offizielles Gebot, man wägt zunächst die Lage ab.

Ein Problem für die Entwicklung der Goldpreise kann die Inflationsrate bringen. 2013 soll diese nur zwischen 0,8 Prozent und 1,2 Prozent liegen. Für die kommenden Jahre soll sie hingegen klar anziehen.

Negativ auswirken kann sich zudem die aktuelle Politik in Argentinien. Die Provinz von Santa Cruz will eine Minensteuer von 1 Prozent einführen. Im Nachbarland Brasilien soll die Minensteuer von 2 Prozent auf 4 Prozent angehoben werden. Für die Analysten ist dies ein Schlag ins Gesicht. Die Branche muss hohe Risiken eingehen und viel Geld investieren.

Kritisch beäugt wird auch eine Statistik der Societe Generale. Demnach sollen derzeit 16 Prozent der Minen weltweit Verluste schreiben, da der Goldpreis zu gering ist. Falls der Kurs bis auf 1.150 Dollar je Unze sinkt, würden 44 Prozent der Minen rote Zahlen schreiben. Diese Statistik sollte den Kurs zugleich jedoch auch stützen, da die Betreiber kaum rote Zahlen als wünschenswert ansehen werden.

Aufmerksam verfolgt wird das Geschehen in der Mongolei. Dort sollte inzwischen das erste Gold aus Oyu Tolgoi auf dem Weg in die Exportländer sein. Doch die Regierung des Landes hat die Fracht erneut gestoppt. Details werden nicht genannt. Man kann jedoch vermuten, dass der Transport bald über die Bühne gehen wird, schließlich braucht das Land dringend Devisen.


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