Umstrittene FED-Politik: Gold der Gewinner – Dollar der Verlierer

Das Umfeld für Finanzierungen im Minensektor hat sich gebessert.

Das Umfeld für Finanzierungen im Minensektor hat sich gebessert.

Die jüngsten Äußerungen von FED-Chef Bernanke sorgen noch immer für Unruhe am Markt. Nicht jeder glaubt dabei, dass die QE-Politik der Amerikaner bald ein Ende finden wird.

Ben Bernanke war mit dem Status der amerikanischen Wirtschaft zuletzt relativ zufrieden. Die Inflationsrate ist niedrig, die Arbeitslosenquote sinkt, die Prognose deutet einen weiteren Rückgang an. Sollte diese Situation Bestand haben, will der mächtige FED-Chef die Politik des lockeren Geldes bald zurückfahren, die Notenbank will weniger Anleihen kaufen, weniger Geld in den Kreislauf der US-Wirtschaft pumpen. Diese Ankündigung hat den Goldkurs in der Vorwoche klar unter Druck gebracht.

Doch nicht jeder Experte glaubt, dass die Worte von Bernanke letztlich auch in die Tat umgesetzt werden. Manch einer spricht eher von momentanen Beruhigungspillen und vermutet, dass die QE-Strategie noch lange durchgezogen werden muss – möglicherweise sogar auf einem höheren Niveau. Zu diesen vom allgemeinen Trend abweichenden Experten zählt der Consultant John Williams.

Er sieht die US-Wirtschaft derzeit eher in einer Abwärts- als in einer Aufwärtsbewegung. So lässt das Verbrauchervertrauen immer weiter nach. Außerdem sinkt das mittlere Haushaltseinkommen ab. Verbraucher stützen aber die US-Wirtschaft mit ihren Ausgaben, rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden von ihnen erzeugt. Können oder wollen sie keine Ausgaben tätigen, hat die Wirtschaft Probleme.

Nach Ansicht von Williams ist die Wirtschaft noch immer in der Rezession und die Situation der Banken weiterhin ernst. All dies spricht für einen schwächer werdenden Dollar, so Williams. Erschwerend kommt hinzu, dass die USA ihre Schuldenprobleme noch immer nicht gelöst haben. In den kommenden Monaten soll es hier zu neuen Vorschlägen in Washington kommen. Das wird den Dollar wahrscheinlich weiter unter Druck bringen und schwächen. Schon im Sommer 2011 gab es eine ähnliche Situation. Der Druck auf die US-Regierung wird zunehmen, hinzu kommt, so Williams, dass in Washington weitere Skandale nur darauf warten, veröffentlicht zu werden. Das könnte die Regierung schwächen, was ebensolchen Auswirkungen auf den Dollar hätte.

All diese Faktoren spielen dem Gold in die Hände. Für das Edelmetall bleiben die fundamentalen Daten positiv. Die weitere Schwäche der US-Wirtschaft sowie des Dollars sollte laut Williams dafür sorgen, dass Gold wieder in einem positiveren Licht erscheinen wird. Einen Zeitpunkt für die Goldrenaissance nennt der Experte aber nicht.


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