Steigende Nachfrage aus Asien: De Beers – Positive Aussichten für den Diamantenmarkt

Die weltweite Nachfrage nach Schmucksteinen bleibt hoch

Die weltweite Nachfrage nach Schmucksteinen bleibt hoch

Die wachsende Mittelschicht in Asien und der Mangel an neuen Diamantenfunden in den letzten Jahren geben De Beers, dem größten Produzenten von Rohdiamanten weltweit, Anlass zum Optimismus und weiteren Investitionen – trotz der unsicheren Lage der Weltwirtschaft.

Während der letzten Finanzkrise veranlasste die Unsicherheit in Bezug auf die Verbrauchernachfrage nach Diamanten die großen Produzenten, drastische Schritte zu unternehmen, um zu verhindern, dass ein Überschuss an Rohdiamanten den Markt überflutete. De Beers, das dem Bergbaugiganten Anglo American (WKN A0MUKL) gehört, halbierte seine Produktion vom Höhepunkt bei 51 Mio. Karat 2006 auf 25 Mio. Karat 2009.

Der Rest der Branche folgte diesem Beispiel, sodass der Gesamtausstoß von 176 Mio. Karat 2006 auf nur noch 120 Mio. Karat 2011 fiel. Die Produktion hat sich mittlerweile wieder auf 124 Mio. Karat erholt und Experten schätzen, dass sich dieser Trend – wenn auch langsamer als in den Jahren zuvor – fortsetzen wird. Die Nachfrage aus China und Indien, heißt es weiter, sollte gleichzeitig stark wachsen.

Hochrangige Offizielle von De Beers, der Konzern macht rund 40% der weltweiten Diamantenproduktion aus, zeigten sich in einem Interview mit dem Wall Street Journal diese Woche insgesamt optimistisch. Der Absatz des Unternehmens war zwar 2012 um 16% gefallen, vor allem auf Grund eines Produktionsrückgangs von 11% angesichts der weltweit nur moderaten Nachfrage, doch hatte der Konzern bereits vor einiger Zeit erklärt, dass man auf Grund des positiven Ausblicks für China und Indien S2013 wieder mit einem Anstieg rechnet.

De Beers-CEO Philippe Mellier erklärte, er gehe davon aus, dass die Produktion des Konzerns 2013 auf einem mit den 27,9 Mio. Karat aus 2012 vergleichbaren Niveau liegen werde. Weiter hieß es aus dem Unternehmen, dass der mittelfristige Ausblick positiv sei, vor allem wegen der steigenden Nachfrage nach Diamanten in der wachsenden Mittelklasse Asiens und Indiens sowie angesichts des Mangels an Neuentdeckungen von Diamantenminen in letzter Zeit.

Das mache das Unternehmen zuversichtlich genug, um weiter zu investieren, hieß es. Und der positive Ausblick dürfte auch der Grund sein, aus dem Konkurrent Rio Tinto (WKN 852147) kürzlich beschlossen habe, seine Diamantensparte doch nicht zu veräußern.

Rio Tinto hatte Anfang der Woche seine diesbezüglichen Pläne aufgegeben und erklärt, dass der mittel- bis langfristige Ausblick für Diamanten robust sei und von einer steigenden Nachfrage nach Luxusgütern in Asien sowie der anhaltend starken Nachfrage in Nordamerika befeuert werde.

De Beers-CEO Mellier erklärte, sein Unternehmen werde signifikante Beträge investieren, um neue Diamantenvorkommen zu entdecken, obwohl in den vergangenen zwei Jahrzehnten kaum größere Funde gemacht wurden. Hauptsächlich werde man dabei in der Nähe bereits bestehender Minen explorieren, sich aber auch anderswo umschauen, so Mellier.

Der Konzern wartet zudem derzeit auf die endgültige Genehmigung der kanadischen Regierung für eine neue Mine in der Nähe der bestehenden Snap Lake-Mine. Genauere Details zu der neuen Mine wollte Mellier allerdings nicht bekannt geben. Gleichzeitig arbeitet De Beers an einem 2 Mrd. Dollar teuren Projekt zur Entwicklung einer Untertagemine unter seiner Venetia-Mine in Südafrika und erkundet zudem Angola, wo man bislang noch keine zusätzlichen Diamanten gefunden hat.

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