Positive Überraschung auf der Kostenseite?: Rio Alto Mining – Analystenhäuser raten zum Kauf

Die La Arena-Mine von Rio Alto Mining in Peru

Die La Arena-Mine von Rio Alto Mining in Peru

Erst gestern hatte der kanadische Goldproduzent Rio Alto Mining (WKN A0QYAX) die Produktionsdaten für das zweite Quartal 2013 vorgelegt. Die waren knapp 11% höher ausgefallen als erwartet. Das begrüßten nicht nur die Anleger mit einem Kursplus von fast 9% für die Aktie sondern auch die Analystengemeinde mit zahlreichen positiven Kommentaren.

So beispielsweise die Experten von Clarus Securities, die das Papier weiterhin mit „kaufen“ und einem Kursziel von 6,25 CAD bewerten. Sie weisen darauf hin, dass Rio Alto auch in den ersten sechs Monaten insgesamt die Produktionsprognose übertroffen hat und zwar mit 84. 783 Unzen Gold um 8%. Sollte das Unternehmen nun, rechnet Clarus vor, im zweiten Halbjahr die eigenen Prognosen „nur“ erfüllen, würde das für 2013 insgesamt eine Produktion von 207.000 Unzen Gold bedeuten und damit nahe der oberen Grenze der aktuellen Prognosespanne liegen (190.000 bis 210.000 Unzen).

Wie die Analysten weiter ausführen, lagen die All-In-Produktionskosten bei Rio Alto im ersten Quartal bei 1.190 USD pro Unze Gold. Da aber im zweiten Quartal beim Abbau das Verhältnis von Abraum zu Erz (Strip-Ratio) gesunken und die Gehalte gestiegen seien, während gleichzeitig die peruanische Währung nachgegeben habe, rechnen die Experten mit einer leicht positiven Überraschung bei den Kosten des zweiten Quartals, wenn das Unternehmen am 13. August seine Quartalszahlen vorlegt.

Clarus weist zudem darauf hin, dass sich der peruanische Sol seit Ende des zweiten Quartals weiter abgeschwächt und die Strip-Ratio sich weiter verbessert habe. Zudem seien laut Minenplan für die zweite Hälfte des Jahres insgesamt deutlich höhere Metallgehalte zu erwarten.

In Bezug auf die zweite Phase der Produktion auf La Arena sehe sich das Unternehmen angesichts des gefallenen Goldpreises nun auch nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten um, so Clarus weiter. Rio Alto habe zum 31. März über 53 Mio. Dollar Betriebskapital verfügt. Die Kosten für die Expansion in Phase zwei schätzt Clarus auf rund 400 Mio. Dollar.

Desjardins Securities betrachtet die jüngsten Neuigkeiten von Rio Alto Mining ebenfalls positiv, vor allem angesichts der höher als erwartet ausgefallenen Goldgehalte und Produktion. Die Analysten weisen darauf hin, dass dies gelang, obwohl die La Arena-Mine während des zweiten Quartals an insgesamt neun Tagen nicht produzieren konnte. Desjardins ist der Ansicht, dass die Produktionszahlen ihre vor kurzem veröffentlichte Einschätzung bestätigen, in der sie die Rio-Aktie von „halten“ auf „kaufen“ heraufsetzten. (Wir berichteten.) Die Experten erwarten, dass sich die starke operative Performance weiter fortsetzen wird und halten so an ihrem Kursziel von 4,00 CAD fest.

Auch die Analysten von GMP Securities zeigen sich erfreut über die Neuigkeiten von Rio Alto und sehen das Unternehmen nun in einer guten Ausgangslage für die Erfüllung der Produktionsprognose von 190.000 bis 210.000 Unzen für das Gesamtjahr. GMP rechnet derzeit mit 190.000 Unzen Gold im laufenden Jahr.

Die Experten merken angesichts der Aussagen des Unternehmens zur Finanzierung der zweiten Produktionsphase auf La Arena an, dass der anfänglich vergleichsweise gering geplante Umfang des Expansionsprojekts im Zusammenspiel mit der guten Performance der aktuellen Oxidproduktion, die eine anhaltende Cash-Generierung bedeute, Rio Alto Alternativen für die weitere Entwicklung des Projekts verschaffen dürften. GMP hält an der Empfehlung „kaufen“ fest und ebenfalls am Kursziel von 5,50 CAD.


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