Langfristige Käufer zurück im Markt: Silber-ETF iShares Silver Trust mit größtem Mittelzufluss seit Januar

Silberbarren

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Der größte mit Silber hinterlegte, börsennotierte Fonds (ETF), der iShares Silver Trust, hat den größten täglichen Mittelzufluss seit Januar verzeichnet. Die Erholung des Silberpreises löste offenbar Käufe von längerfristig orientierten Privatanlegern aus, erklärten Experten.

Das Volumen an von dem US-amerikanischen ETF gehaltenem Silber stieg am Mittwoch um 144 Tonnen oder 1,4% auf 10.428 Tonnen – den höchsten Wert der vergangenen zwei Monate. Das steht im scharfen Kontrast zu der Entwicklung des vergangenen Monats als die Silberbestände des iShares Silver Trust auf ein Jahrestief von 9.882 Tonnen fielen. Das hatte Sorgen ausgelöst, dass die Privatanleger das Interesse an dem kleinen Bruder des Goldes verlieren könnten.

Silber ist traditionell bei kleineren Privatanlegern und Spekulanten beliebt, die an der Entwicklung des Goldpreises teilhaben, aber nur einen Bruchteil des Preises zahlen wollen. Diese Anleger neigen zudem dazu zu kaufen und dann zu halten.

Nachdem der Silberpreis zuletzt zwei Mal in Richtung der charttechnischen Unterstützungsmarke von 18 USD pro Unze gefallen war, dort aber beide Male innehielt, hat er in den vergangenen 30 Tagen rund 11% zugelegt. Seit Jahresbeginn steht aber immer noch ein Minus von 33% zu Buche, während der Goldpreis „nur“ um 21% gefallen ist.

Nach Aussage der Rohstoffexperten der CPM Group waren Silberanleger in der letzten Zeit besorgt, dass ein weiterer Preisrutsch drohen könnte. Da der Silberpreis sich nun über einige Wochen relativ stabil gezeigt habe, sei die Zuversicht gestiegen und so auch die Bereitschaft, wieder bei ETFs einzusteigen.

Anders sieht es allerdings bei den Gold-ETFs aus. Hier gibt es keine Anzeichen dafür, dass die Mittelabflüsse abklingen könnten. Die Gold ETFs haben rund ein Viertel ihrer Bestände verloren, da Fonds und institutionelle Investoren – große Anteilseigner bei Gold-ETFs – ihre Beteiligung auflösten, nachdem die US-Notenbank andeutete, ihr Stimulusprogramm QE3 in näherer Zukunft begrenzen zu wollen. Trotz des Rebounds des Goldpreises in den vergangenen Tagen sind die Bestände der Gold-ETFs weiter gefallen und verharren auf dem niedrigsten Niveau seit Februar 2011.

Am heutigen Donnerstag notiert der Spotpreis für Gold bei rund 1.355 USD pro Unze, während Silber knapp über der Marke von 20 USD je Unze (20,13 USD) liegt.


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