Schwacher Absatz und Abschreibungen: Auch Iamgold rutscht in die roten Zahlen

Iamgold gehört mit derzeit acht Minen auf drei Kontinenten zu den mittleren Goldproduzenten

Iamgold gehört mit derzeit acht Minen auf drei Kontinenten zu den mittleren Goldproduzenten

Wie eine ganze Reihe anderer Goldproduzenten hat auch Iamgold (WKN 899657) im zweiten Quartal – und im ersten Halbjahr 2013 – Verlust gemacht. Auch auf Grund von Abschreibungen in Höhe von 39,3 Mio. Dollar verzeichnete das kanadische Unternehmen im zweiten Quartal ein Minus von 28,4 und von 17,5 Mio. Dollar in den ersten sechs Monaten dieses Jahres.

Allerdings konnte Iamgold gleichzeitig seine Prognose für die Gesamtcashkosten 2013 von 850 bis 925 auf 790 bis 840 USD pro Unze senken. Zudem bestätigte das Unternehmen die Produktionsprognose von 875.000 bis 950.000 Unzen Gold für das laufende Jahr.

Laut Iamgold-CEO Steve Letwin konnte man die Kostenprognose senken, da das Unternehmen bereits 55% der angestrebten Sparmaßnahmen umgesetzt habe. Letwin gab sich zuversichtlich, dass auch die Kostensenkungsmaßnahmen, die in der zweiten Jahreshälfte umgesetzt werden sollen, zu einer nachhaltigen Reduzierung der Kostenstruktur führen werden.

Die anrechenbare Goldproduktion des zweiten Quartals – Joint Ventures eingeschlossen – gab Iamgold mit 224.000 Unzen an. Das ist ein Anstieg von 20.000 Unzen oder 10% gegenüber den 204.000 Unzen aus dem gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Die Gesamtproduktionskosten (all-in sustaining costs) für alle Minen des Unternehmens lagen im zweiten Quartal bei 1.198 USD pro verkaufter Unze und damit um 10% über dem Vorjahreswert. Diesen Anstieg führt Iamgold auf niedrigere Gehalte und härteres Gestein sowie die damit einhergehenden Kosten vor allem auf den Minen Rosebel und Essakane zurück.

Iamgold erzielte im zweiten Quartal zudem einen Niobausstoß von 1,2 Mio. Kilogramm genau wie im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr lag die Niobproduktion bei 2,4 Mio. Kilogramm, was einen Anstieg von 4% im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres bedeutet.

Auf der finanziellen Seite meldete das Unternehmen einen Nettoverlust von 28,4 Mio. Dollar oder 8 Cent je Aktie – Abschreibungen in Höhe von 39,3 Mio. Dollar eingeschlossen. Im gleichen Quartal 2012 hatte Iamgold noch einen Nettogewinn von 52,9 Mio. Dollar oder 14 Cent eingefahren. Den bereinigten Gewinn für das zweite Quartal gab Iamgold mit 30,2 Mio. Dollar oder 8 Cent je Aktie an, was einem Rückgang von 60% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, als man bereinigt noch 75,3 Mio. Dollar oder 20 Cent pro Aktie verdiente.

Das schwächere Ergebnis führt das Unternehmen vor allem auf den niedrigeren Absatz bei höheren Umsatzkosten, gestiegene Abschreibungen auf Investments sowie Verluste bei Investments in Tochtergesellschaften und Joint Ventures zurück. Dem gegenüber standen laut Iamgold gesunkene Einkommenssteuerzahlungen sowie andere positive Posten.

Das anrechenbare Absatzvolumen für das zweite Quartal gab Iamgold mit 210.000 Unzen des gelben Metalls an, während die kommerzielle Produktion bei 214.000 Unzen lag. Die Differenz rühre daher, dass Ende Juni auf der Mouska-Mine produziertes Gold erst in der ersten Juliwoche verkauft worden sei, so das Unternehmen.

Für die ersten sechs Monate 2013 meldete Iamgold einen Nettoverlust von 17,5 Mio. Dollar oder 5 Cent je Aktie nach einem Nettogewinn von 172,1 Mio. Dollar oder 46 Cent je Anteilsschein im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Der bereinigte Gewinn für diesen Zeitraum lag bei 87,9 Mio. Dollar oder 23 Cent pro Aktie nach 167 Mio. Dollar oder 44 Cent je Aktie im ersten Halbjahr 2012.


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