Denver Gold Forum: Rio Alto Mining – „Kurzfristiges Potenzial zur Reservenausweitung“

Das Produktionsgelände von Rio Alto Mining in Peru

Das Produktionsgelände von Rio Alto Mining in Peru

Auf dem diesjährigen Denver Gold Forum war auch der kanadische Goldproduzent Rio Alto Mining (WKN A0QYAX) vertreten. CEO und COO Alex Black gab in einer Video-Präsentation einen sehr interessanten Überblick über die Lage des Unternehmens und die Pläne für die Zukunft.

Rio Alto Mining – Video-Präsentation Denver Gold Forum

Nach einigen einführenden Bemerkungen ging Black dabei als erstes auf die Vorwärtsverkaufsvereinbarung mit Red Kite ein. Hier müsse Rio Alto bis Februar 2014 erst einmal keine weiteren Zahlung / Lieferungen leisten. Dann, abhängig vom Goldpreis, würden noch rund 15.000 Unzen ausstehen, so der Rio-CEO. Dann sei auch dieses Thema erledigt.

Derzeit überarbeite man zudem die Reserven und Ressourcenkalkulation, um diese an das niedrigere Goldpreisniveau anzupassen. Das werde natürlich auch in der Machbarkeitsstudie für die zweite Phase (Kupferproduktion) auf der La Arena-Mine berücksichtigt und diese Zahlen sollten dann Anfang des kommenden Jahres vorliegen.

Zudem wies Herr Black darauf hin, dass sich das Verständnis des Erzkörpers auf La Arena laufend wandele – in Bezug auf die Goldoxidvorkommen auf Grund der Ergebnisse der Produktion und in Bezug auf die zukünftige Kupferproduktion auf Grund der mittlerweile deutlich höheren Anzahl an Bohrungen. Rio Alto hatte zu Beginn der Produktion deutlich höhere Goldgehalte erzielt als im Minenplan vorgesehen und Herr Black rechnet damit, dass sich das auch in anderen Bereichen wiederholen wird. Denn La Arena weise hochgradige Strukturen auf, die sich auch weiter in die Tiefe erstrecken dürften. Auch hier erwartet Rio Alto Anfang 2014 neue Informationen.

Kurzfristig sieht CEO Black Potenzial zur Ausweitung der Reserven dadurch, dass zwei Bereiche auf La Arena, unter anderem in der Calaorco-Grube, in der gerade abgebaut wird, die bislang als Abraum eingestuft wurden, nun doch herangezogen werden könnten. Dazu führt Rio derzeit metallurgische Tests durch, deren erste Ergebnisse Herr Black als positiv bezeichnete. Man könnte zum Beispiel dieses Material mit Erz mit niedrigeren Gehalten mischen und so eventuell, erklärte Rios CEO, das Minenleben der oxidischen Goldproduktion bei einer Förderung von 200.000 Unzen pro Jahr um ein Jahr verlängern.

Als Produktionsprognose gab Herr Black für 2014 200.000 Unzen Gold an, die man auch im Jahr 2015 erreichen will. Für 2016 geht das Unternehmen bislang von 100.000 Unzen Gold aus, man arbeite aber daran, beispielsweise durch die oben beschriebene Einbeziehung neuen Materials, auch hier auf 200.000 Unzen zu kommen.

Was die Produktionskosten angeht, rechnet Herr Black für 2013 mit All-in-Kosten von 1.200 bis 1.300 USD pro Unze. Doch damit liege dann das in dieser Hinsicht schwächste Jahr – auf Grund des Wechsels der Abbaugruben – hinter Rio Alto. In Zukunft, so Herr Black, sollen die Kosten klar sinken. Unter anderem auch, da sich nach Aussage des Rio-CEOs die Zahl der verwendeten Trucks bei gleichbleibender Produktion erheblich reduzieren werde. Derzeit arbeite man mit vier Abbauflotten, so Herr Black, während es 2015 / 2016 nur noch zwei Flotten sein sollen.

In Bezug auf die zweite Produktionsphase auf La Arena erklärte Black, dass man hier zunächst vergleichsweise klein, mit einer Tagesproduktion von 18.000 Tonnen pro Tag beginnen werde, damit das Projekt auch tatsächlich realisiert werden könne. Den Investitionsbedarf beziffert Herr Black mit 200 bis 250 Mio. Dollar. Als sehr positiv bewertet er die Tatsache, dass auf La Arena zwischen einer Deckschickt aus Oxiderz und dem Sulfidgestein für die Produktion der Phase zwei keine Abraumschicht besteht, die noch beseitigt werden müsste.


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