Deutsche Bank: Minenunternehmen – Anpassen oder untergehen

Bergbau

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Die Analysten von Deutsche Bank Securities warnen, dass nur jene Bergbaufirmen, die sich schnell an die neue Realität anpassen und nur noch das unternehmen, was ihre Bilanz hergibt, die aktuelle Krise des Sektors überleben dürften. Firmen, die einfach weiter machen wie zuvor und auf wieder steigenden Rohstoffpreise setzen, dürften nach Ansicht der Experten auf der Verliererseite stehen.

In einer kürzlich veröffentlichten Analyse zeigte Deutsche Bank Securities auf, dass die Aktienmärkte keine Fehler mehr vergeben würden, nachdem die nordamerikanischen Minenaktien nun das dritte Jahr in Folge um rund 30% hinter dem Standard & Poor’s 500 zurückgeblieben seien.

Das Management der Minengesellschaften müsse sich nun auf die Mittel beschränken, die die Bilanz hergebe, so die Analysten. Das bedeute eine verstärkte Kooperation untereinander und eine hohe Kreativität für die Finanzierung der nächsten Wachstumsprojekte sowie eine Konzentration auf das Endergebnis.

Wer sich daran halte, sollte zu den – relativen – Gewinner gehören so die Deutsche Bank, während die Unternehmen, die weiterhin Schulden machen, um zu wachsen, eine Senkung der Bewertung ihrer Kreditwürdigkeit riskieren würden.

Doch die Experten sind in ihrer Analyse der Meinung, dass einige Gesellschaften auch weiterhin ihre Verbindlichkeiten steigern werden. Einige wie Barrick Gold (WKN 870450) können ihre Investitionsaufwendungen nicht so einfach zurückfahren, so Deutsche Bank Securities, während andere Gesellschaften wie Newmont Mining (WKN 853823) ihre Wachstumsprojekte nicht komplett aufgeben können, da ihre Wachstumsaussichten sonst strukturell beschädigt würden und es sogar möglich sei, dass die Produktion in Zukunft sinke.

Angesichts der steigenden Bedeutung einer gesunden Bilanz favorisieren die Analysten Unternehmen, die einen glaubhaften Plan haben, um in den kommenden Jahren zu „gesunden“. Zumal man wenig optimistisch sei, was einen bedeutsamen Rebound der Rohstoffpreise angehe. Das bedeute, die Unternehmen müssten sehr kreativ werden, um das für das weitere Wachstum nötige Kapital zu erlangen.

Die Deutsche Bank Securities ist der Ansicht, dass Projektverkäufe, Projekttausch, Kooperationen zur Kostensenkung und zudem Joint Ventures bei zukünftigen Wachstumsprojekten der richtige Weg für Unternehmen sind, deren Bilanzen weniger robust sind.


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