Cerro Negro-Projekt vorerst auf Eis: Goldgigant Goldcorp erleidet scharfen Gewinneinbruch

Die Penasquito-Mine von Goldcorp in Mexiko

Die Penasquito-Mine von Goldcorp in Mexiko

Der nach Marktkapitalisierung größte Goldproduzent der Welt Goldcorp (WKN 890493) musste im dritten Quartal 2013 einen erheblichen Gewinnrückgang hinnehmen. Das lag zum einen am gesunkenen Preis des gelben Metalls und zum anderen daran, dass die hohen Kosten des Cerro Negro-Projekts in Argentinien den Konzern zwangen, die Arbeiten dort vorerst ruhen zu lassen.

Cerro Negro, so Goldcorp, stehe vor zahlreichen Herausforderungen. Dazu gehöre eine Verzögerung bei der Erteilung der Genehmigung zum Bau einer Stromleitung und die Inflation von 25 bis 30% in Argentinien. Zudem gebe es Probleme mit der Arbeiterschaft und der Produktivität und Unsicherheiten in Bezug auf eine Rohstoffsteuer, die die Provinzregierung von Santa Cruz vor kurzem eingeführt hatte.

Entsprechend stellt der Konzern seine Investitionen in das Projekt zurück und setzt auch alle Explorationsaktivitäten aus. Der Produktionsbeginn wird jetzt für Mitte 2014 erwartet statt wie bislang für Anfang des kommenden Jahres.

Auf der positiven Seite konnte Goldcorp melden, dass die meisten Minen im Vergleich zum zweiten Quartal einen bedeutsamen Kostenrückgang verbuchten – insbesondere die Minen mit höheren Kosten wie zum Beispiel Porcupine in Ontario wie CEO Chuck Jeannes erklärte. Zudem hatte der Konzern erst diese Tage die Umweltgenehmigung für den Betrieb der El Morro-Mine zurück erhalten, nachdem das 4 Mrd. Dollar teure Projekt im vergangenen Jahr eingefroren werden musste.

Den Nettogewinn des dritten Quartals bezifferte Goldcorp mit 5 Mio. Dollar oder 1 Cent pro Aktie nach 498 Mio. Dollar oder 61 Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum. Lässt man die Auswirkung einer neuen Lizenzvereinbarung mit der Regierung der Dominikanischen Republik und andere außergewöhnliche Posten außen vor, lag der Gewinn bei 190 Mio. Dollar oder 23 Cent pro Aktie, während im Vorjahreszeitraum noch 441 Mio. Dollar oder 54 Cent pro Aktie verdient wurden. Auch der Quartalsumsatz fiel deutlich von 1,28 auf 929 Mrd. Dollar.

Die Anleger hatten wohl schlimmeres befürchtet. Die Goldcorp-Aktie nämlich legte in Toronto um rund 4,5% auf 27,76 CAD zu.
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