131 Tonnen im Oktober: Chinesische Goldimporte über Hong Kong steigen weiter

Die Skyline von Shanghai, China

Die Skyline von Shanghai, China

Netto lagen die chinesischen Goldimporte über die ehemalige britische Kolonie Hong Kong im Oktober bei mehr als 130 Tonnen. Das ist der zweithöchste je beobachtete Wert und verdeutlicht, dass die Goldnachfrage aus der Volksrepublik weiter steigt.

Statt, wie einige Experten erwartet hatten, zu schwächeln, legten die chinesischen Goldimporte im Oktober Daten der Nachrichtenagentur Reuters zufolge auf netto 131,2 Tonnen zu. Damit hat China dieses Jahr in sieben Monaten jeweils mehr als 100 Tonnen des gelben Metalls eingeführt – und sechs davon hintereinander. Die Nachfrage scheint dabei erneut vom gesunkenen Goldpreis angetrieben zu werden.

Ein Bloomberg-Bericht geht von einer etwas niedrigeren Zahl von 129,9 Tonnen Gold aus und erklärt zudem, dass dieses Nachfragestärke auch darauf zurückzuführen sei, dass Schmuckhersteller und Goldhändler sich jetzt das gelbe Metall sichern, da der übliche Höhepunkt der Nachfragesaison auf dem chinesischen Festland und in Hong Kong näher rückt.

Das erneut gestiegene Importvolumen zeigt, dass die Schätzung des World Gold Council für 2013 insgesamt, die viele Medien zuletzt zitierten, von 1.000 Tonnen an Goldeinfuhren über Hong Kong zu konservativ gewesen sein dürfte. Die Statistiken zeigen, dass die Marke von 1.000 Tonnen Gold bereits erreicht sein dürfte, jetzt da es schon Ende November ist und die Goldimporte nach China über Hong Kong dieses Jahr somit eher bei 1.200 Tonnen liegen dürften.

Es ist zudem wahrscheinlich, dass Peking auch über andere Routen Gold einführt – zum Beispiel über Shanghai – und die gesamten Goldimporte in die Volksrepublik eher in Richtung 2.000 Tonnen tendieren. Zusammen mit der für dieses Jahr zu erwartenden chinesischen Goldproduktion von 420 bis 430 Tonnen würde die Goldnachfrage aus dem Reich der Mitte 2013 damit eher bei 2.400 bis 2.500 Tonnen liegen. Das wären mehr als 80% der letzten Schätzungen zur neuen Goldproduktion von 2.900 Tonnen für dieses Jahres. Deren Anstieg ist übrigens unter anderem darauf zurückzuführen, dass viele Goldproduzenten vorrangig Erz mit höheren Gehalten abbauen, um den gesunkenen Goldpreis zu kompensieren.

Damit setzt sich die Wanderung des Goldes von Westen nach Osten fort und beschleunigt sich im Fall von China offenbar sogar noch, wobei das meiste Gold vor allem aus den Beständen der großen ETFs stammt und nicht nur aus der Minenproduktion.

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