Tekton Energy und Wolfram Camp im Fokus: Deutsche Rohstoff AG – Jahresrückblick und Ausblick auf 2014

Wolframproduktion der Deutsche Rohstoff AG in Australien

Wolframproduktion der Deutsche Rohstoff AG in Australien

Das Jahr 2013 neigt sich seinem Ende entgegen. Anlass für den Vorstand der Deutsche Rohstoff AG (WKN A0XYG7) einen Rückblick zu veröffentlichen und die Pläne für das kommende Jahr anzureißen.

Der Vorstand des Heidelberger Unternehmens hatte für 2013/2014 vier vorrangige Ziele ausgegeben. Dazu gehörten an erster Stelle die Sicherung der Finanzierung und die Durchführung des Horizontalbohrprogramms auf den Lizenzflächen von Tekton Energy, was mit der erfolgreichen Anleiheplatzierung im Sommer, sie erbrachte insgesamt mehr als 60 Mio. Euro, auch gelang. Das und die Weiterführung der Horizontalbohrungen im Wattenbergfeld betrachtet das Management der DRAG als „großen Erfolg“.

Darüber hinaus strebte man die Akquisition weiterer Flächen im Wattenberg-Feld oder anderen viel versprechenden Ölfeldern in den USA an. Auch das gelang, denn Tekton verfügt mittlerweile über rund 7.000 Acres Fläche im Wattenberg-Feld. Das ist eine erhebliche Steigerung gegenüber den ursprünglichen knapp 2.000 Acres. Laut der DRAG werden zudem weitere Flächen erworben.

Ein weiteres Ziel war es, die profitable Wolframproduktion und die Verlängerung der Lebensdauer der Mine Wolfram Camp in Australien zu erreichen. Hier konnte die DRAG vor kurzem den Beginn der kommerziellen Produktion melden und ausreichende Ressourcen nachweisen, um die Lebensdauer der Mine auf ungefähr zehn Jahre verlängern zu können. Zwar dauerte die Aufbauphase von Wolfram Camp länger als gedacht, doch ist der Vorstand mit dem Erreichten zufrieden und betrachtet die Mine weiterhin als einen strategisch interessanten Vermögenswert.

Keinen Erfolg konnte man hingegen beim eigentlich für dieses Jahr geplanten Börsengang der Tin International vermelden. Das Marktumfeld für Junior-Explorationsgesellschaften ist nach Aussage der Heidelberger nach wie vor weltweit sehr schwierig. Das Unternehmen verfügt laut der Deutsche Rohstoff AG aber über genügend Kapital. Die weitere Finanzierung treibt das DRAG-Management mit Hochdruck voran. Das gilt auch für die Seltenerden Storkwitz, bei der der Börsengang aus operativen Gründen zunächst zurückgestellt wurde.

2014 will die Deutsche Rohstoff sich vor allem auf das Bohrprogramm von Tekton Energy und die Ausweitung der Wolframproduktion konzentrieren. Aber auch über die Investition in neue Projekte denkt man nach, vor allem im Bereich Öl und Gas. Zudem plant das Unternehmen die Ausschüttung einer Dividende für 2013. Nach Ansicht des Managements stellt die solide Finanzierungssituation der DRAG in der aktuell immer noch sehr schwierigen Marktlage für junge Rohstoffunternehmen einen „wesentlichen Erfolgsfaktor und Wettbewerbsvorteil“ dar.

Darüber hinaus gibt die Deutsche Rohstoff AG einen Abriss über den aktuellen Stand in den einzelnen Unternehmensteilen.

Die US-Tochter Tekton Energy, die zu 73% der DRAG gehärt, hat am 26. November die Produktion aus fünf neuen Bohrungen vom Pavistma Bohrplatz aufgenommen. Alle Bohrungen förderten schon innerhalb der ersten zwei Tage Öl. Danach allerdings musste die Förderung aufgrund der ungewöhnlichen Kälte in Colorado (teilweise unter -20 Grad) für ungefähr zehn Tage eingestellt werden, da das bei einer neuen Bohrung am Anfang mit hohem Anteil zurückfließende Wasser in den Leitungen an der Oberfläche einfror. Die schon produzierenden Horizontal-und Vertikalbohrungen waren allerdings nach Aussage des Unternehmens nicht betroffen, da sie kaum noch Wasser produzieren. Nun, seit Wochenbeginn, läuft die Produktion aus allen fünf Bohrungen wieder. Die anfänglichen Produktionsraten für die ersten 30 Tage (IP 30) kann die DRAG wegen der Unterbrechung aber erst Mitte Januar melden.

Drei weitere Bohrungen, die vom Bohrplatz Frye Farms aus durchgeführt wurden, sind mittlerweile fertig gestellt. Man geht davon aus, dass sie Mitte Januar die Produktion aufnehmen können. Ein zweites Bohrgerät nimmt kommende Woche die Bohrungen vom Bohrplatz Diamond Valley East auf, während das erste Bohrgerät inzwischen wieder auf den Pavistma-Bohrplatz gebracht wurde. Dort werden seit Anfang Dezember zwei Bohrungen mit verlängerter horizontaler Strecke von jeweils ca. 3,2 Kilometern abgeteuft. Diese sogenannten „Extended Reach Lateral (ERL)“-Bohrungen nutzt Tekton zum ersten Mal und will damit eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit testen. Die ERL-Bohrungen sollen bei geringeren Kosten als zwei Horizontalbohrungen mit normaler Länge annähernd die gleiche Produktion erbringen. Tektons Anteil an beiden Bohrungen liegt bei mehr als 90%.

Zudem ist es Tekton in den letzten Wochen gelungen, zusätzliche Flächen zu akquirieren. Insgesamt verfügt das Unternehmen jetzt über rund 7.000 Acres (rund 28 Quadratkilometer). Der Großteil der neuen Flächen liegt direkt nördlich von Windsor und grenzt an die bestehenden Flächen an.

Die Rhein Petroleum GmbH, an der die DRAG noch 10% hält, stellt aktuell die zweite Ölbohrung in Hessen („Allmend 1″) fertig. Eine Einschätzung der Wirtschaftlichkeit soll im Rahmen eines Fördertests für Allmend 1 sowie die bereits abgeschlossene Bohrung Stockstadt im Februar erfolgen. Darüber hinaus plant man zusätzliche Bohrungen in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern.

In Bezug auf Wolfram Camp konnte Anfang November der Beginn der kommerziellen Produktion gemeldet werden. Das bedeutet, dass man erwartet, von diesem Zeitpunkt an operativ profitabel arbeiten zu können. In den letzten Wochen, so die DRAG lief die Produktion stabil. Für 2014 plant man weitere Verbesserungen an der Aufbereitungsanlage, was zu einer höheren Produktion führen soll.

Wie die Deutsche Rohstoff AG zudem mitteilte, lag der maßgebliche Preis für Wolfram-APT in Europa in den letzten Monaten zwischen 380 USD/mtu und 400 USD/mtu (metric ton unit). Wie die DRAG erklärte, würden aber zahlreiche Marktbeobachter damit rechnen, dass der Preis Anfang kommenden Jahres aufgrund der erwarteten Konjunkturbelebung in Europa steigen wird.

Zur Tin International (TI) und deren operativer Tochter Sachsenzinn GmbH erklärte die Deutsche Rohstoff AG, dass diese 2014 vor allem das im Februar 2013 neu zugeteilte Lizenzgebiet Sadisdorf weiterentwickeln werden. Mit den Mitteln aus den vergangenen Kapitalerhöhungen sei die Gesellschaft dafür ausreichend finanziert, heißt es.

In Sadisdorf sollen die Erkundungsarbeiten fortgesetzt werden. Um einen ungehinderten Zugang zum historischen Grubengebäude zu erlangen, werden derzeit Sicherungsarbeiten für den Zugangsstollen geplant. Die Genehmigung des Sächsischen Oberbergamts liegt bereits vor. Im Anschluss wird über Art und Umfang der untertägigen Explorationsarbeiten entschieden. Für Gottesberg und Geyer gehen die Explorationsarbeiten ebenfalls weiter, ein Bohrprogramm plant man aber für diese Standorte im kommenden Jahr nicht.

In Hinsicht auf die Seltenerden Storkwitz (SES), an der die DRAG 50% der Anteile hält, teilt man mit, dass in den vergangenen Monaten ein zusätzlicher, sehr vielversprechender Geschäftsbereich identifiziert und aufgebaut wurde. Dabei geht es um die Aufbereitung mineralischer Halden, die im Rahmen industrieller Produktionsprozesse an verschiedenen Standorten in Europa über Jahrzehnte entstanden sind. Einige dieser Halden enthalten nach derzeitigem Wissen abbauwürdige Konzentrationen Seltener Erden bei signifikanten Tonnagen.

Zu diesem Zweck wurden an den Haldenstandorten Proben entnommen und analysiert. Auf Basis der gewonnenen Informationen konnte die SES mehrere seltenerdenhaltige Halden identifizieren, bei denen eine wirtschaftliche Erschließung und eine Seltenerdengewinnung zu relativ geringen Investitionen und geringen laufenden Kosten möglich erscheint. Das Management der SES glaubt deshalb, mittelfristig in die Vermarktung eines hochwertigen Seltenerden-Mischoxids eintreten zu können. Die Gesellschaft arbeitet derzeit an verschiedenen Kooperationsverträgen mit namhaften Partnern, mit denen zusammen Teilaspekte des Projektes weiterentwickelt werden sollen. Zudem ist schon für Anfang 2015 bereits die Erstellung einer Machbarkeitsstudie auf Basis einer nach dem australischen JORC-Standard nachgewiesenen Ressource geplant.

Die Storkwitz-Lagerstätte, für die SES schon 2012 eine Ressourcenschätzung nach JORC erstellen ließ, wird ebenfalls weiter entwickelt, allerdings in etwas langsamerem Tempo. Die ursprünglich geplanten Bohrungen, die den Erzkörper in größere Tiefen erkunden sollen, wurden zunächst zugunsten der Weiterentwicklung des Haldenprojektes zurückgestellt. Das gilt auch für den Gang an die Börse, der speziell zur Finanzierung der tiefen Bohrungen vorgesehen war.

Das Wrigley-Projektes in Kanada, an dem die Deutsche Rohstoff AG über ihren 47%igen Anteil an Devonian Metals beteiligt ist – die restlichen Anteil hält Glencore-Xstrata (WKN A1JAGV)- wurde 2013 keinen weiteren Explorationsarbeiten unterzogen, die vorhandenen Genehmigungen werden aber aufrecht erhalten. Da noch nicht über einen gemeinsamen Verkauf des Projektes entschieden werden konnte, plant Devonian nun den Verkauf des eigenen Anteils.

Darüber hinaus meldet das Heidelberger Unternehmen auch, dass die Verträge mit den beiden Vorständen verlängert wurden. Allerdings wurde Dr. Titus Gebel nur für ein weiteres Jahr – bis zum 31. Dezember 2014 – zum Vorstand berufen. Danach wird er auf eigenen Wunsch und aus privaten Gründen nicht mehr als Vorstand, sondern nur noch in beratender Funktion und in Aufsichtsgremien der Tochterunternehmen tätig sein.

Nach dem Ausscheiden von Herrn Dr. Gebel aus dem Vorstand wird Herr Dr. Gutschlag die Position des CEO übernehmen. Ob ein weiterer Vorstand berufen werden soll, will der Aufsichtsrat im Laufe des kommenden Jahres entscheiden.


Hinweis: Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die GOLDINVEST Media GmbH und ihre Autoren schließen jede Haftung diesbezüglich aus. Die Artikel und Berichte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar. Zwischen der GOLDINVEST Media GmbH und den Lesern dieser Artikel entsteht keinerlei Vertrags- und/oder Beratungsverhältnis, da sich unsere Artikel lediglich auf das jeweilige Unternehmen, nicht aber auf die Anlageentscheidung, beziehen. Wir weisen darauf hin, dass Partner, Autoren und Mitarbeiter der GOLDINVEST Media GmbH Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. Wir können nicht ausschließen, dass andere Börsenbriefe, Medien oder Research-Firmen die von uns empfohlenen Werte im gleichen Zeitraum besprechen. Daher kann es in diesem Zeitraum zur symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Leitartikel

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s