China-Deal: Uralikali verkauft Kali mit Preisabschlag von fast 25% nach China

Kalisalzbohrkerne von Western Potash

Kalisalzbohrkerne

Einer der größten Kaliproduzenten der Welt, die russische Uralkali (WKN A0LBTV) hat mit ihren chinesischen Abnehmern einen Deal abgeschlossen, mit dem der Preis für eine Tonne des Düngemittels für die ersten sechs Monate 2014 auf 305 USD pro Unze festgesetzt wird. Das ist ein Abschlag von fast 25% im Vergleich zum Preis des ersten Halbjahrs 2013.

Aus dem russischen Unternehmen hieß es, dass die Verträge zwischen Uralkali und den chinesischen Unternehmen auf eine anziehende Nachfrage und den Beginn einer Markterholung hindeuten würden.

Der Preisabschlag folgt auf einen heftigen Einbruch des Kalipreises im vergangenen Jahr, der vor allem eine Reaktion auf den Austritt von Uralkali aus dem Marketing-Joint Venture mit Belaruskali im Juli war. Unter dem Namen Belarusian Potash Company (BPC) kontrollierten die Unternehmen bis dahin rund 43% der globalen Exporte. Uralkali fördert rund 20% des weltweiten Kaliangebots.

Das chinesische Chinese Einkaufskonsortium stimmte zu bis Ende Juni 700.000 Tonnen Kali abzunehmen. Im vergangenen Jahr hatte BPC dieselbe Menge des Düngemittels zu 400 USD pro Tonne verkauft. Eine Quelle der Nachrichtenagentur Reuters bei einem der großen, global tätigen Kaliproduzenten erklärte, dass nicht sicher sei ob dies gute oder schlechte Neuigkeiten seien, da dieser Preis nicht weit von der derzeitigen Realität entfernt liege. Allerdings werde hier ein Orientierungspunkt fixiert, der wieder zu Bewegung im Preisgefüge führen könnte. Die aktuelle physische Nachfrage sei nicht schlecht, fügte die Reuters-Quelle an.

Der Preis, auf den Uralkali sich mit dem China-Deal eingelassen hat, ist nicht weit weg von dem, was andere Kaliproduzenten in den vergangenen sechs Monaten erhalten haben. Mosaic (WKN A1JFWK) erreichte im dritten Quartal 2013 beispielsweise durchschnittlich 342 USD pro Tonne, während Potash Corp of Saskatchewan (WKN 878149) im gleichen Zeitraum 307 USD pro Tonne einnahm. Kurz nach dem Auseinandergehen von Belaruskali und Uralkali hatte der russische Produzent gewarnt, dass der Kalipreis unter 300 USD pro Tonne fallen könnte.

Hinweis: Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die GOLDINVEST Media GmbH und ihre Autoren schließen jede Haftung diesbezüglich aus. Die Artikel und Berichte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar. Zwischen der GOLDINVEST Media GmbH und den Lesern dieser Artikel entsteht keinerlei Vertrags- und/oder Beratungsverhältnis, da sich unsere Artikel lediglich auf das jeweilige Unternehmen, nicht aber auf die Anlageentscheidung, beziehen. Wir weisen darauf hin, dass Partner, Autoren und Mitarbeiter der GOLDINVEST Media GmbH Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. Wir können nicht ausschließen, dass andere Börsenbriefe, Medien oder Research-Firmen die von uns empfohlenen Werte im gleichen Zeitraum besprechen. Daher kann es in diesem Zeitraum zur symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen.

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